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Gartner Top 10 strategischen Technologie-Trends 2014: Gute Bekannte in neuem Gewand

Quelle: Gartner

Quelle: Gartner

Direkt nach Ende seiner wichtigsten Konferenz, der ITxpo in Orlando verkündigt Gartner die Technologietrends, die – nach Meinung der Auguren – Unternehmen in ihrer strategischen Planung berücksichtigen sollten. Bei der Mehrzahl handelt es sich um gute Bekannte in neuem Gewand.

 Mobile Device Diversity and Management

Die wachsende Zahl und die vielen Varianten mobiler Devices setzen die IT erheblich unter Druck. Eine „Alles-Überall-Strategie“ ist nicht mehr realisierbar, erklärt Gartner und empfiehlt den IT-Teams, ihren Usern klare Regeln aufzuzeigen.

 Mobile Apps and Applications

HTML5 und Browser werden sich schon 2014 als Mainstrem Enterprise Entwicklungsumgebung herauskristallisieren.  Dabei werden die Apps größer (an Funktionalität) und Applikationen kleiner. Entwicklern empfiehlt Gartner Apps in einer Art Lego-System zu größeren Applikationen zusammenzuklicken.

The Internet of Everything

Klar, damit meint Gartner das Internet der Dinge bzw. Industrie 4.0. „of Everything“ weil es sich aus vier „Internets“ zusammensetze: Menschen, Dinge, Informationen und Orten. Die Analysten sagen allerdings einen wirklich wahren Satz dazu. „Das Problem ist, dass die meisten Unternehmen und Technologie-Anbieter die Möglichkeiten des erweiterten Internets erst noch erforschen müssen und heute weder organisatorisch und operationell damit umgehen können.“

Hybrid Cloud und IT als Service Broker

Das Zusammenbringen von Public und Private Clouds nennt Gartner ein Muss. Dabei entwickelt sich die Public zu einer Personal Cloud, in der sich jeder die Services aus der Cloud so zusammenstellt, wie er sie benötigt. In dieser hybriden Welt sollt die Enterprise IT die Rolle eines Integrators beziehungsweise Cloud Service Brokers spielen.

Weiterentwicklug der Cloud/Client-Architektur

In der Cloud/Client-Architektur ist der Client eine funktionsreiche Applikation, die auf einem mit dem Internet verbundenen Device läuft. Beim Server handel es sich um eine Reihe von Application Services, die auf einer immer skalierbareren Cloud Plattform residiert. Dabei sorgen die wachsenden Ansprüche mobiler Nutzer dafür, dass sich der Bedarf an Server Computing und Storage erhöht.

Die Ära der Personal Cloud

Der Schwerpunkt wird sich von Devices Richtung Services verlagern. Die User werden die Services in der Cloud auswählen und auf ihren verschiedenen Devices nutzen. Damit rücken Zugang zur Cloud und die Verfügbarkeit der gespeicherten Inhalte ins Zentrum. Sie müssen verwaltet und vor allem abgesichert werden.

 Software Defined Anything

Hiermit sind Software defined Networks, Storage oder Datacenter gemeint.  Die Anbieter in den verschiedenen Bereichen werden versuchen, ihr Spezialgebiet zu dominieren und das alte Standardisierungsverhinderungsspiel spielen, um Konkurrenz und Margen-Erosion so lange wie möglich hinauszuzögern.

Web-Scale IT

Damit meint Gartner Enterprise IT Landschaften, die es mit denen von Amazon, Facebook oder Google aufnehmen können. Wenn Unternehmen in diese Größenordnung kommen, dann sollten sie ihre IT Capabilities, Architekturen, Prozesse und Abläufe am Vorbild dieser globalen Provider orientieren, um ihre Systeme so flexibel und skalierbar zu machen wie diese. Allerdings kommen wohl nur die allergrößten Unternehmen in die Verlegenheit eine solche Strategie des Web-Sacling verfolgen zu müssen.

Smart Machines

Um 2020, glaubt Gartner, werde die Ära der „Smart Machines“ anbrechen. Wie IBMs Prototyp Watson handelt es sich dabei um Kontext sensitive, intelligente persönliche Assistenten, Ratgeber, Cyber physikalische Systeme oder auch selbstfahrende Fahrzeuge. Die Zeit der „Smart Machines“ werde einer der bisher disruptivsten Perioden in der Geschichte der IT sein.  Diese Systeme werden Dinge tun, „von denen wir bisher geglaubt haben, nur Menschen könnten sie tun“ schreiben die Gartner-Autoren.

3D Printing

Der Absatz von 3D Druckern wird schon im kommenden Jahr um 75 % steigen und sich 2015 fast verdoppeln.  Mit ihrer weiteren Verbreitung kommt es zu einem Preisverfall, der die additiven Verfahren auch im Consumer-Bereich sehr attraktiv macht.

About Christoph Witte

Christoph Witte arbeitet als IT-Publizist und Kommunikationsberater in München. Seit langem ist er fester Bestandteil der IT-, TK und Online-Community in Deutschland.

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