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Auf Wachstum gepolt

CEO und Topmanager setzen 2014 laut Gartner verstärkt auf Wachstum. Das wirkt sich auch auf die IT aus.

Gartner befragte Ende letzten Jahres 410 CEOs und Topmanager aus Unternehmen mit mehr als 250 Millionen $ Umsatz  nach ihren diesjährigen Prioritäten. Demnach ist Wachstum mit großem Abstand das wichtigste Ziel, das sich die Manager dieser Unternehmen für 2014 vorgenommen haben. Dabei hegen sie offenbar positive Erwartungen in Bezug auf „Technologie getriebenes“ Wachstum.

„Im nächsten Schritt arbeiten CEOs und CIOs gemeinsam daran, wie sie die modernen Technologien nutzen können, um ihre Wachstumsziele zu erreichen“, erklärt Gartner Vice President Mark Raskino. Offenbar hat das Top-Management ein starkes persönliches Interesse daran, Technologie aggressiver einzusetzen als bisher.

Fast die Hälfte der genannten IT-Prioritäten hat mit Digitalisierung, Online oder Technologien der „Post-E-Business Ära“ zu tun wie Social, Cloud und Mobile. Sie sollen offenbar die Fähigkeiten im Front-Office-Bereich verstärken und die Umsatzgenerierung unterstützen.  Ganz deutlich wurde bei der Befragung außerdem, dass CEO Technologie zu Wachstumszwecken einsetzen wollen, nicht so sehr um Kosten zu senken oder Effizienz zu steigern.

„CEOs, die erkannt haben, dass Investitionen in Technologie abhängige Fähigkeiten wichtiger werden, müssen entsprechend handeln,“ fordert Raskino. „Treffen Sie die harten Entscheidungen. Seien Sie darauf vorbereitet, die Bereiche zurück zu schneiden, die das prä-digitale Business repräsentieren.“

Die Befragten gaben auch Auskunft über ihre Technologie orientierten Investments in den nächsten 5 Jahren. In diesem Jahr steht das Thema Front-Office im Mittelpunkt. Aber es besteht mittelfristig auch Interesse daran, Betriebsthemen in die Cloud zu verlagern und Daten basierte Entscheidungsunterstützung durch Business Analytics, Big Data und Data Science für sich zu erobern. Prozess orientierte Themen stehen weiter unten auf der Prioritätenliste der Manager – etwa Business Process Outsourcing oder dynamisches Business Process Management.

„Schaut man sich diese 5-Jahres-Investment-Perspektive genauer an, wird eins schnell klar,“ meint Raskino. „Viele Businessverantwortliche haben noch nicht ganz verstanden, was digtales Business und die damit verbundenen Veränderungen bedeuten.  CIOs sollten in den nächsten ein, zwei Jahren versuchen, diese Verständnislücke durch Ausbildung  von Aufsichtsräten, Vorständen sowie von Managern zu schließen. Führungskräfte haben ein Jahrzehnt gedacht, dass IT eine Commodity-Funktion ist, die am besten ausgelagert würde. Das bringt sie heute in eine relativ schwache Position.  Ihre Vision und ihr Wissen um die Veränderungen, die Technologie ermöglicht, sind nicht stark genug. Ihnen fehlt die Praxis, wenn es darum geht, tief greifende Technologie induzierte Veränderungen herbeizuführen.“

 

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