Home / Allgemein / McKinsey: Digitalisierung
verlangt die Neuerfindung der IT

McKinsey: Digitalisierung
verlangt die Neuerfindung der IT

Einem Bericht in McKinsey Insights zufolge, verlangt die zunehmende Digitalisierung der Unternehmen nicht mehr und nicht weniger als eine Transformation der IT. Das gilt den Autoren Henrik Andersson und Philip Tuddenham zufolge besonders für Firmen in traditionellen Branchen. Allerdings könnten sie mit einem Zwei-Geschwindigkeiten-Ansatz durchaus gegen digitale Angreifer bestehen und sogar neue strategische Vorteile erringen. Auf 7 Eigenschaften kann die transformierte IT allerdings nicht verzichten. 

Dazu müsste zusätzlich zur bestehenden IT-Funktion eine „Hochgeschwindigkeits-IT“ aufgebaut werden,  die sich möglichst auf ein oder zwei wertvolle Geschäftsbereiche konzentriere etwa das Web-Business und das Customer Relationship Management. Diese Konzentration ermögliche es den Unternehmen, innerhalb von 18 Monaten ihre kritischen IT-Bereiche zu adressieren bevor sie anfangen auch die anderen Geschäftsgebiete abzudecken. So kann die Businessseite kurzfristig mit Innovationen versorgt werden ohne gleich die gesamte IT umzubauen.

McKinsey zufolge verändert die Digitalisierung die IT in dreierlei Hinsicht: Digitalisierung verlangt immer raffiniertere Technologie, eine bessere IT-Delivery insbesondere eine kürzere Time to Market ist ebenfalls gefragt und drittens muss sich die IT auf ein sehr viel stärkeres Engagement und Aufsicht der Business-Seite einstellen. Letzteres liegt einfach an dem größeren Wert, den IT für die Unternehmen darstellt. Bis zu 40 % des Umsatzes, 20% der Kosten und mitunter das Überleben der gesamten Organisation hängen davon ab.

Andersson und Tuddenham reklamieren nicht für sich, den für alle Unternehmen passenden Transformationsweg gefunden zu haben, dennoch erachten sie folgende 7 Elemente als notwendig, um die im digitalen Zeitalter gefragte IT-Performance zu erreichen:

  1. Klare und Zentrale Businessführung in Sachen Digitalisierung. Es muss klar priorisiert werden, wie das Unternehmen von der Digitalisierung profitieren will. Eine zentrale Sicht der Dinge sei, so die Autoren auch deshalb so wichtig, weil die digitalen Assets oft zentral kreiert werden, aber dezentral genutzt werden. Organisationen, die damit nopch keine Erfahrungen geamcht haben, empfiehlt McKinsey Center of Excellence, die eine digitale Strategie durchsetzen und Konflikte zwischen Geschäftseinheiten lösen können.
  2. Top IT-Talent. Um neue Technologien in den Unternehmen einführen zu können, braucht es fähige IT-Leute. Für Anwenderunternehmen sei es zwar nicht immer einfach, Top-Kräfte für sich zu gewinnen, aber es gebe dennoch Möglichkeiten,Top-Talente für sich zu gewinnen. Beispielsweise berichten die Autoren, habe ein global agierender Einzelhandelskonzern ein Entwicklungszentrum eröffnet, fördere eine Start-up-Kultur und habe sogar einige Start-ups übernommen, um so seine Entschlossenheit und seine neue Arbeitsweise zu beweisen.
  3. Lieferabkommen mit Providern, um sich schnell verändernde Nachfrage zu befriedigen. Neben der Einstellung von IT-Talenten, müssen sich traditionelle Unternehmen Wege schaffen, um ihre Mitarbeiterschaft so zu flexibilisieren, dass sie auf unvorhergesehene Nachfrageschwankungen schnell reagieren können.
  4. Agile Entwicklung und schnelle Release-Wechsel. Um hoch qualitative Produkte liefern zu können werden sowohl agile Entwicklungsmethoden, häufige Release-Wechsel, automatisiertes Testen und Entwickeln und ein „test and learn“ Ansatz bei Veränderungen benötigt.
  5. Architektur für schnelle Innovationen und stabile Services. Um trotz unvorhersehbarer Anforderungen schnell liefern zu können, braucht es verschiedene IT-Enabler. McKinsey listet folgende auf: Stabile und angemessene Services werden geschaffen und als Bausteine (immer wieder) benutzt – beispielsweise für Preisgestaltung und Kundendaten.  Diese Bausteine werden zu innovativen Komponenten zusammengepasst, die in Web- und Online-Kanälen gleichermaßen genutzt werden können. Außerdem nutzt die IT eine unternehmensweite Web- und Mobile-Entwicklungsplattform, um Innovationen schnell und über alle Devices, Märkte und Marken hinweg ausrollen zu können.
  6.  Skalierbare Cloud basierte Infrastruktur. Kurze Time-to-Market und Skalierbarkeit um die unterschiedliche Nachfrage flexibel abdecken zu können benötigt einen schlanken Infrastrukturbetrieb und elastische Cloud basierte Infrastruktur.
  7. Gute Qualität der Daten.  Moderne Technologien benötigen eine hohe Qualität der Daten, die von der Businessseite gepflegt und die in einem einheitlichen Datensatz integriert sind.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*