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Cybercrime: 375 Millionen Datensätze im ersten Halbjahr 2014 gestohlen

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden weltweit 375 Millionen Datensätze gestohlen. Das sind knapp zwei Millionen pro Tag, 81 321 pro Stunde oder 1355 jede Minute.

Quelle: Breach Level Index http://www.breachlevelindex.com/

Seit Anfang Januar 2013 sind fast 1 Milliarde Datensätze „verloren“ worden. Quelle: Breach Level Index 

Ermittelt hat diese Zahlen der SafeNet Breach Level Index (BLI). Diese kostenlose Datenbank stellt Details zu hunderten von Fällen bereit, die nach Ursprung des Angriffs, betroffenem Wirtschaftssektor, Risikoniveau und Datum sortiert werden können.

Im ersten Halbjahr 2014 schlugen nur zwei Prozent der weltweiten Angriffe fehl, weil starke Verschlüsselung, Key Management und Authentifizierungslösungen die Daten vor Missbrauch schützen konnten, so Safenet. In allen anderen Fällen fielen sensible Daten zum Opfer.

Die am härtesten betroffene Branche im zweiten Quartal war der Einzelhandel.  Hier gingen über 145 Millionen Datensätze verloren.

Der bislang größte Cyberangriff in Deutschland wurde Anfang April bekannt. Cyberkriminelle hatten 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwörtern gestohlen. Alle großen deutschen Provider waren betroffen. Der Fall erreicht auf der Index-Skala die Zahl 9,3. Das bedeutet, dass es sich um einen sehr schwerwiegenden Vorfall mit weitreichenden und langfristigen Folgen für die betroffenen Firmen und Personen handelt.

Hier die Top-Daten-Verluste des 1. Halbjahrs 2014 nach BLI-Datenbank

Hier die Top-Daten-Verluste des 1. Halbjahrs 2014 nach BLI-Datenbank

Weitere Details und den BLI finden Sie hier

About Christoph Witte

Christoph Witte arbeitet als IT-Publizist und Kommunikationsberater in München. Seit langem ist er fester Bestandteil der IT-, TK und Online-Community in Deutschland.

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