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Studie: Budget-Prognosen für 2015 sind vorsichtig optimistisch und Angst vor Schatten-IT nimmt ab

ITT2015-Veraenderung-IT-Budget-2015Im kommenden Jahr steigen die IT-Budgets in einem Drittel (33,6 Prozent) der Unternehmen an. Das ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (39 Prozent), der Anteil der CIOs, der von Kürzungen betroffen ist, bleibt mit rund 19 Prozent aber fast unverändert (Vorjahr 21 Prozent). Das ermittelte Capgemini in der jährlichen IT-Trends-Studie.

Damit seien die Budget-Aussichten für 2015 etwas weniger optimistisch als für das laufende Jahr. Für 2016 und 2017 rechnen laut der Studie mit 43 Prozent aber wieder deutlich mehr CIOs mit steigenden Etats. „Die IT-Budgets spiegeln die gesamtwirtschaftliche Situation wider: verhaltenen Optimismus. Vor dem Hintergrund massiver Veränderungen durch die Digitalisierung müssen die Unternehmen jetzt investieren und können sich keinen Aufschub bis 2016 leisten“, interpretiert Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland die Ergebnisse.

Technologieinvestitionen der Fachabteilungen bleiben stabil

Der Anteil der Fachbereiche an den Technologieausgaben von Unternehmen ist seit drei Jahren fast unverändert (Studie 2015: 17,4 Prozent, 2014: 16,3 Prozent, 2013: 19,0 Prozent). In knapp zwei Dritteln (62,4 Prozent) der Unternehmen wurde den Fachabteilungen die Verantwortung für diese IT-Ausgaben übertragen. In erster Linie wird das Geld für den Kauf von Beratungs- und Softwareentwicklungsleistungen sowie Software-Paketen genutzt; lediglich knapp 19 Prozent der CIOs berichten von der Investition in externe Cloud-Services.

ITT2015_Gruende-Technologieausgaben-Fachabteilung1Angst vor der Schatten-IT nimmt ab

In 28,2 Prozent der Unternehmen finanziert die Fachabteilung mit ihrem Budget IT-Projekte, deren Umsetzung die IT-Abteilung abgelehnt hat, weil die Anforderungen nicht dem Unternehmensstandard entsprechen. 22,4 Prozent der CIOs berichten von der Umsetzung von Maßnahmen, die im IT-Budget nicht vorgesehen sind, knapp 13 Prozent von der Finanzierung von Projekten, die die IT-Abteilung nicht zeitnah realisieren kann.

ITT2015_Gruende-Technologieausgaben-Fachabteilung1CIOs bewerten die Investitionen der Fachabteilungen aber zunehmend positiv und fürchten seltener negative Konsequenzen. Während im vergangenen Jahr beispielsweise noch fast 60 Prozent den Aufbau einer Schatten-IT prognostizierten, sind es in diesem Jahr nur noch 35 Prozent. Die Sorge um den Aufbau neuer Datensilos, Probleme bei der Standardisierung und Automatisierung der IT-Landschaft sowie bei den IT-Prozessen ging ebenfalls zurück. „Die Zusammenarbeit zwischen Business und IT funktioniert offenbar immer besser und beide Seiten bauen Vorurteile ab. Diese Annäherung ist für eine erfolgreiche Digitalisierung unerlässlich“, so Uwe Dumslaff.

Zur Studie: Insgesamt nahmen 154 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil, darunter mehr als die Hälfte der DAX-30-Unternehmen. Die Gesamt-Auswertung wird Ende Januar 2015 veröffentlicht.

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