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Studie IT-Trends 2015: CIOs wählten die Tops und Flops

Trends 4Auf der Agenda 2015 für CIOs steht an erster Stelle die Digitalisierung. Laut der aktuellen Studie „IT-Trends 2015“ von Capgemini ist deren Ausbau für mehr als ein Drittel der befragten CIOs eine der wichtigsten Anforderungen in diesem Jahr. Allerdings haben 41 Prozent der Befragten damit Probleme.

Die größte Hürde dabei sei der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern für Big Data-Analyse und mobile Technologien. Das zweitgrößte Problem sei die fehlende übergreifende Planung. Trotz der guten Unterstützung durch das Top-Management haben laut der Untersuchung viele Unternehmen offenbar keine übergeordnete Strategie entwickelt, so dass Einzelprojekte in unterschiedliche Richtungen laufen.

Die Tops und Flops 2015

Die ersten Plätze auf der Liste der Top-Technologien 2015 belegen Data Quality Management, mobile Technologien und die Zusammenarbeit mit Hilfe von sozialen Medien. Als „Flops 2015“ wählten die CIOs die Themen Gamification, Augmented Reality, Crowd Sourcing, Schutz gegen Ausspähung durch Wearables und Data Vault Modeling. Laut Capgemini werden diese jungen Technologien bislang kaum im Alltag eingesetzt.

trends 2015Die Anforderungen im Überblick

Das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bei der Effizienz-Steigerung bietet den CIOs die Standardisierung, gefolgt von Automatisierung. Während Unternehmen den Automatisierungsgrad im Infrastruktur- und Applikations-Management im vergleich zum Vorjahr kaum verändert haben, sei er im Business Process Management um 5 Prozent und in der Anwendungsentwicklung um 10 Prozent gestiegen.

Ein Grund dafür sei der stärkere Einsatz agiler Methoden, der in allen Bereichen im Vergleich zum Vorjahr von durchschnittlich 25,3 auf 27,9 Prozent gewachsen ist. In jedem fünften Unternehmen kommen jetzt bei mehr als der Hälfte der Projekte agile Methoden zum Einsatz. Tendenz: Steigend.

Trends_2Allerdings seien trotzdem weniger Unternehmen als im Vorjahr in der Lage, ihre Kernprozesse schnell anzupassen und zeitnah neue Software zu entwickeln. Demgegenüber sei mit der besseren Abdeckung der Anforderungen der Fachabteilungen und der Einhaltung der SLAs die Qualität der IT-Leistungen gestiegen.

Trendwende bei Big Data

Während 2014 noch diskutiert als umgesetzt wurde, habe sich das Blatt gewendet: Knapp 20 Prozent der Befragten haben bereits eine oder mehrere Big-Data-Analytics-Anwendungen in Betrieb. Rund die Hälfte (51 %) beschäftige sich derzeit mit Diskussionen, Workshops oder der Pilotierung. Zu verdanken sei die Trendwende unter anderem der Weiterentwicklung der Technologie und der Beseitigung vieler Schwierigkeiten beim Zugriff auf unstrukturierte und großvolumige Daten.

Cloud-Nutzung ist zurückgegangen

Trends 52015 sollen etwas weniger Services aus der Cloud kommen als im Vorjahr. Ihr Anteil an der Gesamt-IT-Leistung betrage jetzt im Durchschnitt nur noch 28,6 Prozent (vorjahr: 34,3). 21,7 Prozent entfallen auf die eigene und knapp 7 Prozent auf Anbieter-Clouds. Abgebaut wurde vor allem bei intern bereitgestellter Software sowie bei Geschäftsprozess-Services. Diese Leistungen seien aber nicht in in vollem Umfang auf Anbieter-Clouds verlagert worden, sondern würden teilweise wieder auf herkömmlichem Weg geliefert.

Bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters werde stark darauf geachtet, dass das Rechenzentrum zumindest in Kontinentaleuropa, besser noch im eigenen Land steht. Allerdings schützen weder das noch eine Sicherheitszertifizierung nach deutschen Standard die Daten vor dem Zugriff amerikanischer Behörden. Den Gefahren durch die Herausgabe von Daten durch den Telekommunikationsanbieter oder Hintertüren in der Software eines ausländischen Anbieters seien sich lediglich 33 beziehungsweise knapp 12 Prozent der CIOs bewusst.

31,6 Prozent der Befragten sind bereit, in den nächsten beiden Jahren Services von ihrem Outsourcing-Partner in eine Anbieter-Cloud zu verlagern. Dabei soll es sich in erster Linie um Standard-Anwendungen, Plattformen und Middleware handeln. Individual-Anwendungen sollen langfristig intern betrieben und weiterentwickelt werden.

Budget-Prognosen sind „vorsichtig optimistisch“

2015 steigen die IT-Ausgaben in einem Drittel der Unternehmen an. Das sind zwar etwas weniger als im Vorjahr (39 %); der Anteil der CIOs, der von Kürzungen btroffen ist, bleibe aber fast6 unverändert. Für 2016 und 2017 rechnen 43 Prozent der CIOs wieder mit steigenden Etats.

Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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