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VW: Konzern-IT treibt Digitalisierung voran

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Im Vordergrund von links: Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der VW AG; Konzern IT-Chef Dr. Martin Hofmann; Prof. Dr. Horst Neumann, Personalvorstand der VW AG; Thomas Schmall, Mitglied des Markenvorstands VW für den Geschäftsbereich Komponente; Thomas Ulbrich, Mitglied des Markenvorstands VW für den Geschäftsbereich Produktion und Logistik. Quelle: VW

Der Volkswagen Konzern baut die Digitalisierung weiter aus. Wie Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter aussehen kann, erläuterten IT-Experten auf dem Konzern IT-Symposium in Wolfsburg am Beispiel einer konzernweit eingesetzten Software für Produktdatenmanagement. Sie bildet eine durchgehend digitale Prozesskette von der Konstruktion eines Bauteils bis zur Fertigung ab.

Im Fokus stand „ConnectedVan“ mit der vorausschauenden Wartung. Die Software gibt Flottenmanagern einen Überblick über ihre Fahrzeuge und listet Standort, Verbrauch und Wartungszustand auf. Mögliche Service-Besuche in der Werkstatt kann die Software intelligent voraussagen.

Ein neuer Fahrzeug-Leitstand führt Wetter-, Umwelt- und Verkehrsdaten zusammen, die von vernetzten Fahrzeugen gesammelt wurden, und erstellt daraus frühzeitige Gefahren-meldungen. So sollen Fahrer etwa vor Blitzeis oder Unfallstellen gewarnt werden.

Neue Apps – auch für die Apple Watch

Eine neue Mitfahr-App für Mitarbeiter von Volkswagen in Wolfsburg und Audi in Ingolstadt und Neckarsulm namens „UMA“ (Urban Mobility Assistance) findet automatisch die passende Fahrgemeinschaft – unabhängig davon, ob man als Fahrer oder Mitfahrer teilnimmt. Die Android-App steht ab sofort für Mitarbeiter im Google Play-Store bereit.

Außerdem präsentierte die Konzern IT eine Car-Net-Anwendung, bei der sich mit Hilfe der Apple Watch Fahrzeugfunktionen wie Klimatisierung, Türschloss und Ladevorgang eines e-Golf steuern lassen.

Experten aus dem Volkswagen Data Lab in München stellten unter anderem vor, wie sie mit Big Data-Technologie ein Prognosemodell für künftige Ersatzteilbedarfe entwickelt haben. Dafür untersuchten sie mehr als 32 Millionen Datensätze und entwickelten einen Algorithmus, der den Teilebedarf für das gesamte Sortiment bis zu 15 Jahre nach Fahrzeug-Produktionsende vorhersagen kann.

Das Team „RoadGenius“ stellte seine interaktive Quiz-App vor, die während der Fahrt Fragen zu Umgebung und Region stellt. Mit dieser App hatten die Karlsruher Studenten im März den vom Volkswagen Konzern ausgerichteten Programmierwettbewerb „codeFEST8“ gewonnen. Er fand parallel an acht Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.

„Die zunehmende Digitalisierung erfordert neue Wege der Organisation und Zusammenarbeit. Deshalb stellt sich die Konzern-IT neu auf. Künftig werden wir noch enger als bisher mit kleinen, innovativen Firmen zusammenarbeiten und gemeinsam mit ihnen kreative Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Diese neue Art der Zusammenarbeit setzen wir in unserem Data Lab in München bereits erfolgreich um. Mit dem geplanten Digital Lab in Berlin und weiteren in China und den USA werden wir nahtlos daran anknüpfen.“

Außerdem wolle man neue Qualifizierungen schaffen, die allen Beschäftigten – vom Facharbeiter bis zum Ingenieur – wichtige Grundlagen der Digitalisierung vermitteln sollen.

Der Volkswagen Konzern hat mit rund 11.000 Beschäftigten eigenen Angaben zufolge die größte IT in der Automobilindustrie. Die Konzern-IT bringe fast 600.000 eigene Mitarbeiter aus rund 300 Gesellschaften und Standorten mit mehr als 1,2 Millionen Beschäftigten bei den Zulieferern zusammen. Hinzu kommen rund 650.000 Beschäftigte auf Seiten der Händler und Importeure. Zehn internationale Rechenzentren sorgen für reibungslosen Datenverkehr.

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