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Tablets: Mangelnde Innovation drückt Absatz

Trendforce2015 sollen weltweit nur 163 Millionen Tablets ausgeliefert werden – das wäre ein Minus von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. So die Erwartungen des taiwenesischen Analystenhauses TrendForce.  Ein Grund dafür sei mangelnde Innovation.

„Tablets müssen sich erst über die Hauptfunktion als Unterhaltungsgerät hinaus entwickeln“, meint die Analystin Anita Wang. Zudem machten die auch als Phablets bekannten Riesen-Smartphones Druck auf das Kompakt-Segment. Wachstumspotenzial ortet TrendForce bei Tablets für Business-Anwendungen.

Die meisten neuen Tablets bieten meist wenig Neues, so TrendForce. Denn einfach nur dünner zu sein, ist keine wirkliche Innovation und reicht kaum, um einen echten Ansturm zu erzeugen. Dazu kommt, dass der Markt am unteren Ende des Größenspektrums zunehmend einbricht. „Wenn Smartphones größer werden, nehmen sie Mainstream-Tablet-Produkten im 7-Zoll-Segment Nachfrage weg“, erklärt Wang. Insgesamt kommt TrendForce zu einer sehr pessimistischen Absatzerwartung für 2015. Immerhin hat IDC erst diese Woche zwar ebenfalls einen Rückgang prognostiziert, allerdings nur um acht Prozent gegenüber 2015.

Chance im Business-Segment

Neues Wachstum könnte es durch Geräte geben, die besser auch den Anforderungen von Unternehmen genügen. Chancen ortet TrendForce hier für Microsofts Surface-Produktlinie. Immerhin werden diese 2-in-1-Geräte von Konsumenten wirklich angenommen. Dank der Surface-3-Generation darf Microsoft dem Analystenhaus zufolge mit einem starken Zuwachs bei seinen Tablet-Absätzen hoffen. Mit plus 52 Prozent werde der Konzern wohl die Vier-Mio.-Marke knacken.

Auf Tablet-Primus Apple fehlt damit immer noch ein gutes Stück. Der hat TrendForce zufolge bereits im ersten Halbjahr 2015 rund 23,6 Mio iPads augeliefert und hält damit 31,4 Prozent Marktanteil. Noch dieses Jahr könnte das Unternehmen zudem eine neue Trumpfkarte auf den Markt werfen. Das Analystenhaus erwartet ein iPad Pro im 12,9-Zoll-Format, das dank abnehmbarem Keyboard und Stylus – ähnlich wie Microsofts aktuellem Surface also – auch für Unternehmensanwendungen attraktiv ist.

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