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5 Thesen zur Zukunft von Wearables

Als ständige Begleiter der Konsumenten bieten Wearables großes, bislang weitgehend ungenutztes Potenzial – sowohl für Nutzer selbst als auch für Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen. Mit dem Thesenpapier „Wearables“ beleuchten die Fokusgruppe Mobile und die Initiative Internet der Dinge im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. das Trendthema aus verschiedenen Blickwinkeln und stellen Thesen zur Zukunft von Wearables auf.

Wearables werden direkt am Körper getragen und sind dem Menschen damit näher als jedes bisher genutzte digitale Endgerät. Aus Sicht der BVDW-Experten ist genau das der entscheidende Erfolgsfaktor. Daraus folgt die

1. These: Wearables überwinden durch ihre Eigenschaft als bislang intimstes Endgerät die Distanz zwischen Mensch und Technik, sie agieren noch intuitiver als bisher Dagewesenes.

Sie werden allein deshalb erfolgreich sein, weil sie – anders als Smartphones – die Distanz von Technik und Mensch minimieren. Sie passen sich unauffälliger in den persönlichen Alltag ein und müssen nicht erst aus der Damen-Handtasche oder Herren-Hosentasche hervorgekramt werden.

2.These: 2. Im Zuge dessen werden Pull-Informationen zunehmend durch Push-Kommunikation abgelöst.
Die proaktive Ansprache der Nutzer mit kontextrelevanten Informationen und Services ist die Zukunft des vernetzten Alltags und macht Wearables damit zu perfekten Devices.

3.These: Wearables bieten Neuerungen in vielen Lebensbereichen und brechen alte Geschäftsmodelle auf.

Heute noch kompliziert abzubildende Prozesse in vielen Lebensbereichen der Konsumenten werden in ihrer Ablaufstruktur einfacher, neue Nutzungsmöglichkeiten öffnen sich. Dies gilt auch für die Digitalisierung einzelner Geschäftsprozesse (neue CRM-Strategien, vereinfachter Kundenservice im Einzelhandel, Reduzierung der Fehlerquote in der Produktion durch digitale Arbeitsanweisungen).
Dies hat Konsequenzen für das Produkt- und Serviceangebot und damit auch auf die Geschäftsmodelle in vielen etablierten Branchen.

4.These: Durch Wearables gewinnen personalisierte Location-based-Services noch mehr an Bedeutung – und schaffen gleichermaßen einen erhöhten Nutzwert für Handel und Kunden.

Location-based-Services sind schon heute wesentlicher Bestandteil unseres mobilen Lebensstils. Durch die proaktive Ansprache des Nutzer via Push Notifications bringen Wearables diese nun noch näher und bequemer an den Kunden. So besteht beim Betreten eines Ladengeschäfts nicht mehr das Risiko, dass ein Angebot zu spät und/oder im falschen Regal gesehen wird. Dabei ist der Grad der Wahrnehmung und Anregung des Kunden jedoch nach wie vor durch Relevanz geprägt. Es gilt auch hier, auf kontextuelle Umstände des Einzelnen einzugehen und daraus ein möglichst personalisiertes Angebot zu schneidern.

5.These: Wearables sind die ultimativen Big-Data-Devices.

Aus den vorangehenden Thesen wird deutlich, dass Wearables zum einen viele neue Informationen über den Nutzer sammeln. Zum anderen sind diese Informationen zugleich die grundlegende Voraussetzung für die intendierten Nutzwertersteigerung der Wearables. Denn erst der vergrößerte Bestand an persönlichen Daten des Nutzers ermöglicht auf den verhältnismäßig kleinen und eher beschwerlich bedienbaren Displays die Ausgabe qualitativ hochwertiger, weil erheblich personalisierter Informationen und Dienste.

Ein Fazit des BVDW: Konsumenten müssten sich weiter öffnen. Denn nur, wenn entsprechende Daten gesammelt und genutzt werden, könne ein produktives Begleiten durch den Tag stattfinden. Dies habe für Entscheider in Unternehmen gleich zwei Implikationen. Zum einen gelte es, durch einen sicheren und transparenten Umgang mit Daten den Konsumenten nicht zu verunsichern, sondern eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.

Zum anderen sei im Rahmen der Mobile Strategie einer spezifischen Wearables-Strategie nötig, die dazu führe, Produkte neu zu „denken“ und für eine proaktive, den Kontexten angepasste Kundenansprache weiterzuentwickeln.
Das Thesenpapier und ausführliche Erläuterungen finden Sie hier.

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