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LTE am Himmel: Das European Aviation Network (EAN) ist in der Luft

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Geschäfts- und Privatreisende sollen gleichermaßen profitieren: Videokonferenz und Facebook liefen ohne Probleme. Foto: Telekom

Das European Aviation Network (EAN) hat abgehoben: die Deutsche Telekom und Inmarsat haben gemeinsam mit ihren Technologiepartnern Nokia und Thales ein erfolgreiches Testflugprogramm in Großbritannien durchgeführt. Das integrierte Satelliten- und LTE-basierte Bodennetzwerk soll ab Mitte 2017 Millionen Flugreisenden in ganz Europa einen  Breitband-Internet-Zugang auf ihren eigenen Mobilfunkgeräten bieten.

Bei den jetzt durchgeführten Testflügen wurde die Leistungsfähigkeit der von Thales zur Verfügung gestellten Bordausrüstung und des von der Deutschen Telekom und Nokia betriebenen Bodennetzes untersucht. Dabei wurde geprüft, ob sich das EAN erfolgreich mit dem Bodensystem verbindet. Dies war an allen vier Testorten im Südwesten Großbritanniens der Fall. Bei zahlreichen erfolgreichen Übergängen zwischen Sektoren und Mobilfunkstationen blieben die Verbindungen stets stabil.

Die Datenübertragung aus dem sowie in das Flugzeug wurde ebenfalls getestet. Die Ergebnisse dieses Erstphasen-Versuchs hätten wertvolle Daten für die Entwicklungsteams geliefert, so die Telekom.

Im Vorfeld der Testflug-Serie haben die Deutsche Telekom und Nokia in dessen Stuttgarter Labor die erste EAN Live-over-the-air-Verbindung hergestellt. Dabei wurden alle Komponenten des LTE-Bodennetzes erprobt und validiert. Für die erste Live-Verbindung wurde eine Breitband-Videokonferenz durchgeführt, bei der beide Seiten über das EAN LTE-Mobilfunknetz verbunden waren.

Innovation am Boden und in der Luft

Für die EAN-Live-Verbindung mit dem LTE-Netz am Boden haben die Deutsche Telekom und Nokia dessen LTE-Basisstationen und Remote Radio Heads (RRH) auf die von Inmarsat verwendete Frequenz für das EAN angepasst.

Zudem wurde eine spezielle Antenne gebaut, um den Himmel zu versorgen. Hintergrund: Das LTE-Netz für das EAN unterscheidet sich von „normalen“ LTE-Netzen – es muss bei Geschwindigkeiten von bis zu 1.200 Stundenkilometern funktionieren, und das in Flughöhen, für die Zellen mit einer Reichweite von bis zu 150 Kilometern benötigt werden.

Nokia wird den Betrieb dieses Netzwerks von seinem Global Delivery Center in Rumänien aus steuern. Neben dem Live-Netzwerk haben Nokia und die Deutsche Telekom zudem in Stuttgart ein End-to-End-Netzreferenzsystem mit allen Komponenten und der integrierten Bordausrüstung von Thales eingerichtet. Hier bereiten sich die Partner auf technische Herausforderungen vor, wie zum Beispiel den Ausgleich des Dopplereffekts aufgrund hoher Flugzeuggeschwindigkeiten.

Im Video erklärt Dr. Matthias Siebert, Project Lead Technology EAN Deutsche Telekom, das integrierte Hybridnetz:

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