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Trends 2017: Alles smart oder was?

Arbeitswelt 4.0, Digitalisierung, Industrie 4.0: Wird nun alles smart und was sind die aktuellen Trends 2017? Eines ist sicher: Die Digitalisierung wird die Unternehmen auch in diesem Jahr enorm beschäftigen. Unter dem Schlagwort verbinden sich aber die verschiedensten Ausformungen – welche Trends genau gilt es also im Auge zu behalten?

Rückblickend kann man sagen: 2016 ist die Sicherheit von Netzwerken weiter in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Hacks von Bundestagsservern, der US-Demokraten und unzählige weitere Datendiebstähle – darunter der mutmaßlich bisher größte überhaupt, nämlich bei Yahoo, auch wenn der nur nachträglich bekanntgegeben wurde – haben dafür gesorgt, dass Security nun wirklich zum größten IT-Trend überhaupt herangewachsen ist. Denn ein Unternehmen kann noch so viel digitalisieren – wenn die Daten nicht sicher sind, kann es seine Geschäftstätigkeit auch gleich ganz aufgeben.

Security im IoT

Die Security von Unternehmensnetzwerken ist durch einen weiteren Trend gefährdet, der seit Monaten thematisiert und 2017 erst so richtig Fahrt aufnehmen wird: durch das Internet der Dinge. Den potenziell größten Einfluss hat das IoT in Fabriken. In der Industrie 4.0 rechnet das McKinsey Global Institute (MGI) mit bis zu 3,7 Billionen Dollar wirtschaftlichem Mehrwert.

In Städten und im Gesundheitswesen sollen ebenfalls sehr viele Effekte erzielt werden können, so die Studie „The Internet of Things: Mapping the value beyond the hype“. Wer jedoch in das IoT-Zeitalter aufbricht, muss im Vorfeld die damit verbundenen Risiken erkennen und verstehen. Sonst wird das nichts mit dem Mehrwert.

Das Internet der Dinge ist schon seit einigen Jahren Ziel von Cyberattacken, beispielhaft sei der massive Hack von Target im Jahr 2013 genannt. Die großflächige Verbreitung von Sensoren und Systemen, mit denen Unternehmen die Heizung in ihren Gebäuden regeln – etwas also, was in jedem Haus vorkommt – ist ein entsprechend hohes Sicherheitsrisiko.

Machine learning und KI

Auch vernetzte Autos wurden 2016 mehrmals gehackt, gerne zu Demonstrationszwecken und vor laufender Kamera. Die Hersteller müssen hier schnell und umfangreich dagegenhalten. Unter Umständen können dies die Fahrzeuge selbst erledigen, sie werden 2017 nämlich selbstlernend und können ohne Eingreifen des Menschen die Initiative ergreifen. In der Automobilentwicklung ist dies ein wichtiger Trend, vielleicht sogar noch wichtiger als die Elektrifizierung von Autos. Das Maschinenlernen ist auch für Anbieterunternehmen ein großes Thema, die künstliche Intelligenz soll bald großflächig in der Industrie Einzug halten.

Und damit zurück zur Digitalisierung, bei der zwei generelle Strömungen zu unterscheiden sind: Das IoT einerseits erweitert die reale Welt um Intelligenz, Sensorik und Connectivity, die Customer Experience (CX) andererseits umfasst eine zeitgemäße und innovative Ansprache von Kunden und Anwendern. Sowohl die einen als auch die anderen sollen so mit Begeisterung bei der Stange gehalten werden. Dafür werden Smart Services benötigt. So werden unternehmensübergreifende und branchenkonvergente Dienstleistungsmodelle bezeichnet, die sich durch ihre Nutzerzentriertheit auszeichnen.

Der Digital Workplace muss Nutzer-zentriert sein

Dafür müssen Unternehmen ihr Fundament erneuern – also ihre Backend-Prozesse digitalisieren sowie einen Wandel in der Unternehmenskultur initiieren, aber auch ihre Arbeitsumgebungen modernisieren. Denn den Unterschied im Wettbewerb machen – gerade mit Blick auf die Customer Experience – schlussendlich die Mitarbeiter aus. Sie müssen den Wandel mittragen und auch nach außen verkörpern, die richtigen Schlüsse aus den Analysen ziehen und in Innovationen umsetzen. Dazu bedarf es moderner, nutzerzentrierter Arbeitsumgebungen. Das Schlagwort lautet hier „Digital Workplace“ beziehungsweise Arbeitsplatz 4.0.

Vor allem junge Arbeitnehmer fühlen sich an traditionellen Arbeitsplätzen oft unwohl, denn während sie im Privatleben wie selbstverständlich mit Smartphones und Tablets umgehen, müssen sie im Büro Faxgeräte und Festnetztelefone nutzen. Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass sich das Homeoffice immer weiter verbreitet. Dort ersetzt das Smartphone mit allerlei Apps gerne den Bürorechner – sehr zum Missvergnügen von Sicherheitsbeauftragten, die sich um die Sicherheit der Unternehmensnetzwerke sorgen.

Die Tätigkeit der jungen Mitarbeiter besteht oft aus dem Auswerten von Daten. Denn Big Data bildet die Basis aller IoT- und Digitalisierungsprojekte. Entsprechend werden in Unternehmen auch 2016 Analytics-Werkzeuge häufig eingesetzt werden. Dabei geht es vor allem darum, sich wiederholende Muster aus der Analyse großer Datenmengen zu erkennen, um daraus Vorhersagen und sogar möglichst automatisierte Handlungsanweisungen ableiten zu können. Man spricht hier von Predictive Analytics einerseits, von Smart Services andererseits. Die Grundlage von Smart Services stellen also große Mengen aggregierter Daten dar, die per Cloud durch intelligente Produkte (Smart Products) bereitgestellt werden.

Cloud-Computing: Ein alter Hut und weiter im Trend

Cloud Computing, der Megatrend der vergangenen Jahre, hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. Während der Aufbau von privaten und hybriden Clouds fast schon Standard geworden ist, stellt die Portierung von Altsystemen in eben diese Clouds noch immer eine Herausforderung dar. Cloud Computing ist damit einerseits ein alter Hut, hält Firmen und Entwickler (und Anwender!) aber noch ganz schön auf Trab – auch 2017.

 

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