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„Digital Trust“: Tech-Manager fürchten nichts so sehr wie Cybercrime

Die Bedrohung durch Cybercrime erreicht eine neue Qualität: Zwei von drei Vorstandschefs fürchten, dass neue Fälle von Cybercrime das Vertrauen in die Technologiebranche untergraben könnten. Entsprechend steht „Cybercrime“ inzwischen auf der Agenda der Unternehmen weit oben. Sieben von zehn Tech-CEOs räumen dem Thema „hohe Priorität“ ein.

Quelle: PwC

Das ergab eine weltweite Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 148 Vorstandschefs großer Technologieunternehmen.

Kunden müssen den Tech-Unternehmen vorbehaltlos vertrauen können

„Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Erfolg der Digitalisierung daran entscheidet, ob es der IT-Branche gelingt, nicht nur immer neue Technologien zu entwickeln, sondern diese auch möglichst sicher zu machen“, sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PwC in Deutschland. Dabei gehe es letztlich um den „Digital Trust“: „In der digitalen Welt erreichen viele Anwendungen eine Komplexität, die für den Normalverbraucher nur noch schwer zu begreifen ist. Darum werden in Zukunft vor allem jene Unternehmen erfolgreich sein, deren Technologien die Kunden vorbehaltlos vertrauen können“, so Ballhaus.

Wer nicht nur innovative, sondern auch sichere Produkte herstellt, hat beste Perspektiven

Wie viel für die Technologindustrie vom „Digital Trust“ abhängt, erkenne man daran, dass die Aussichten für die Branche eigentlich rosig seien – vorausgesetzt, sie bekomme das Cybercrime-Problem in den Griff. „Die Digitalisierung durchdringt nicht nur unseren Alltag, sondern erreicht momentan auch einen Industriezweig nach dem anderen, von den Banken über die Autohersteller bis hin zu Gesundheitswirtschaft. Für innovative Technologieunternehmen ergeben sich damit enorme Absatzchancen. Zumal: „Während zum Beispiel die Cloud inzwischen fast Standard ist, kommen schon die nächsten Themen wie künstliche Intelligenz oder Augmented Reality auf uns zu“, sagt Ballhaus.

Neun von zehn CEOs sehen ihr Unternehmen auf Wachstumskurs

Entsprechend strotzen viele Technologie-CEOs in der PwC-Umfrage vor Optimismus. So zeigten sich 82 Prozent der Befragten „eher zuversichtlich“ oder sogar „sehr zuversichtlich“, was die Wachstumschancen der Branche in den kommenden zwölf Monaten angeht. Sogar noch größer ist das Vertrauen ins jeweils eigene Unternehmen. Hier sagten 87 Prozent aus, dass sie optimistisch in die nahe Zukunft blicken – und befragt nach den Aussichten für die kommenden drei Jahre, stieg die Quote sogar auf 91 Prozent. Dazu passe, dass drei von fünf Technologieunternehmen ihre Belegschaft ausbauen wollen.

Gefragter als künstliche ist erst einmal menschliche Intelligenz

Während momentan überall der Aufstieg des künstlichen Intelligenz beschrieben wird, treibe die Vorstandschefs vieler Technologiekonzerne noch ein anderes Problem um – nämlich ob der globale Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren genug menschliche Intelligenz hergibt. Bei der Frage, welche Fähigkeiten die digitale Arbeitswelt von den Beschäftigten verlangt, gaben 97 Prozent der CEOs „Kreativität und Innovation“ an. Zugleich seien das aber jene Attribute, die sie bei Bewerbern am stärksten vermissten.

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