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Haushalte sollen Stromnetz stabilisieren – über Vernetzung der Heimspeicher mit Blockchain-Technologie

Bildquelle: Pixabay

Haushalte sollen in Zukunft selbst zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen und so helfen, die erneuerbaren Energien besser zu integrieren. Ein entsprechendes Pilotprojekt, das dezentrale Batteriespeicher über eine Blockchain-Lösung in das Energieversorgungssystem einbindet, stellten der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und das Unternehmen sonnen jetzt vor. Die Blockchain-Lösung wurde von IBM entwickelt.

In dem Pilotprojekt nutzt TenneT einen Pool von Heimspeichern, den sonnen dafür bereitstellt. Getestet werden soll, inwieweit sich damit bei Engpässen im Stromnetz Notmaßnahmen wie die Abregelung von Windparks reduzieren lassen. Dazu werden von sonnen e-Services die Heimspeicher miteinander vernetzt. Das intelligente Lademanagement der Batteriespeicher passe sich dabei individuell der jeweiligen Situation im TenneT-Netz an. Die vernetzten Batteriespeicher könnten so je nach Bedarf überschüssigen Strom sekundenschnell aufnehmen oder abgeben. Den Unternehmen zufolge ist die Zusammenarbeit die erste ihrer Art und „wegweisend für die zukünftige Einbindung der erneuerbaren Energien“.

„Die Energiewende bedeutet mehr erneuerbare Energien auf allen Netzebenen. Das stellt uns vor große Herausforderungen. Wir müssen es schaffen, die stark vom Wetter abhängige erneuerbare Stromproduktion flexibel zu steuern. Die Blockchain bietet uns hier neue Möglichkeiten, auch dezentrale verteilte Anlagen sicher und intelligent überregional aus einer Hand zu vernetzen. Das hilft uns, den Einsatz von netzstabilisierenden Maßnahmen wie die teure Abregelung von Windanlagen zu begrenzen. Zukünftig müssen wir also weniger Windstrom wegwerfen, weil wir ihn nicht transportieren können“, erklärte Urban Keussen, Vorsitzender der Geschäftsführung der TenneT TSO GmbH.

Blockchain ist das Bindeglied

„Die Zukunft der Energieversorgung wird jedoch aus Millionen von kleinen, dezentralen Stromquellen, Prosumern und Verbrauchern bestehen. Die Blockchain-Technologie ist der Schlüssel dazu, den massenhaften und gleichzeitigen Austausch all dieser Akteure untereinander überhaupt erst möglich zu machen. Damit ist sie das noch fehlende Bindeglied zu einer dezentralen und komplett CO2-freien Energiezukunft“, erklärt Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei sonnen.

Die von IBM entwickelte Blockchain-Lösung basiert auf Hyperledger Fabric, einer Blockchain Framework-Anwendung, und eines der Hyperledger Projekte, die von The Linux Foundation gehostet werden. Die Lösung soll die Transparenz und Überprüfbarkeit von Transaktionen zwischen den Marktteilnehmern sichern. Dadurch würden zukünftig die Beteiligung von Anbietern dezentral verteilter Flexibilitäten an Dienstleistungen für den Übertragungsnetzbetreiber vereinfacht. Die Blockchain ermögliche eine schlanke Abwicklung, die TenneTs Anforderungen an Sicherheit und Genauigkeit der Daten und zusätzlich durch Zugriffsrechte die Anforderungen an Diskretion erfüllen.

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