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IT-Profis sind sehr zufrieden mit ihrem Job – und wollen trotzdem wechseln

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Deutschlands Traumjobs sind aktuell am ehesten im IT-Umfeld zu finden: Mehr als drei Viertel aller in einer Studie befragten IT-Profis geben an, glücklich im Job zu sein. Damit sind sie deutlich zufriedener als Arbeitnehmer anderer Berufsgruppen. IT-Spezialisten finden ihre Vergütung und die Wertschätzung für ihre Leistung öfter angemessen und beurteilen ihre Work-Life-Balance positiver. Dennoch kann sich etwa jeder Vierte von ihnen vorstellen, seinen Job bald zu wechseln – insbesondere dann, wenn zusätzliche Benefits angeboten werden oder die Vergütung flexibel gestaltet wird.

Das zeigt die Studie „Die Zeit ist reif. Glücklich arbeiten.“ des Personaldienstleisters Robert Half, der sich auf die Rekrutierung von Fach- und Führungskräften spezialisiert hat. Wie Arbeitgeber die Zufriedenheit ihrer IT-Mitarbeiter noch verbessern können und mit welchen Methoden Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können, erläutert Christian Umbs von Robert Half. „Am ehesten wechseln Arbeitnehmer ihren Job, wenn sie im Team unglücklich sind oder der nächste Karriereschritt beim aktuellen Arbeitgeber nicht möglich ist. Unter IT-Fachkräften gibt es im Moment aber auch unter zufriedenen Arbeitnehmern eine außergewöhnlich hohe Wechselbereitschaft“, sagt Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half. Grund dafür ist der enorme Bedarf an Fachleuten im IT-Sektor in Deutschland: „Die Arbeitnehmer haben verstanden, dass ihre Verhandlungsposition bestens ist und Unternehmen ihnen in vielerlei Hinsicht entgegenkommen. Verhandelt wird über vieles – das Gehalt spielt dabei oft nur eine untergeordnete Rolle“, so Umbs.

Statt des Gehalts ist oft die Flexibilität des Arbeitgebers entscheidend

Mit ihrem Gehalt sind viele IT-Fachkräfte nämlich schon zufrieden: 63 Prozent geben an, ihre Bezahlung angemessen zu empfinden – auch in diesem Punkt liegen sie weit über dem Durchschnitt aller befragten Arbeitnehmern in Deutschland (47 %). Hingegen ist fast die Hälfte (45 %) der ITler bereit, ihre Stelle zu kündigen und einen vergleichbaren Job anzunehmen, wenn ihnen Zusatzleistungen oder flexible Vergütungsbestandteile angeboten werden.

„Je nach Lebenssituation können unterschiedliche Benefits den Ausschlag für einen Jobwechsel geben: Während für den einen Arbeitnehmer ein Dienstwagen besonders relevant ist, freut sich ein anderer über die Möglichkeit, viel Arbeit aus dem Home Office erledigen zu können“, sagt Umbs. „Entscheidend ist, sich viel Zeit für jeden einzelnen Mitarbeiter zu nehmen und herauszufinden, welche Wünsche der Arbeitnehmer hat. Das gilt unabhängig davon, ob ein Kandidat für das Unternehmen gewonnen oder ein Mitarbeiter an den Arbeitgeber gebunden werden soll.“ Vertragliche Vereinbarungen sind aber nur ein Weg, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern. Was können Firmen noch tun, um Angestellte gerade in der IT zufriedener zu machen?

Klare Kommunikation hilft gegen falsche Erwartungen

„Unternehmen sollten an der Kommunikation mit den Mitarbeitern in ihren IT-Abteilungen arbeiten “, rät Umbs. „Zu oft wird aneinander vorbei geredet. Das sorgt für Frust bei den Angestellten“. So geben IT-Spezialisten in der Studieseltener an, sie wüssten was im Job von ihnen erwartet wird, als der Durchschnitt über alle befragten Arbeitnehmer hinweg (83 % versus 89 %). Allerdings sei ein Mitarbeiter mehr als doppelt so wahrscheinlich glücklich und damit auch seinem Arbeitgeber stärker verbunden, wenn die Erwartungen an ihn klar sind.

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