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Digitale Services im Auto: Auf die Industrie rollt eine Revolution zu

Im Jahr 2017 setzt für die Automobilindustrie eine Zeit des Umdenkens ein. Ständig tauchen neue Technologien, Lösungen und Angebote, aber auch Anforderungen auf. Selbst traditionelle, große Unternehmen müssen sich an die hohe Dynamik der aktuellen Entwicklungen anpassen und wie kleine Start-ups denken. Um diese Flexibilität zu erreichen, sind bei IT-Betrieb und Anwendungsentwicklung erhebliche Veränderungen nötig.

Die IT-Infrastruktur wird künftig ähnlich selbstverständlich wie heutzutage Strom aus der Steckdose und Wasser aus der Leitung als Service bezogen. Dabei kann dieser Service von internen und/oder externen Cloud-Anbietern bereitgestellt werden. Neu ist, dass damit gezwungenermaßen die Verantwortung über den Betrieb der Anwendungen auf andere Teams übergehen muss. Dies ermöglicht allerdings auch ungeahnte Möglichkeiten der Automatisierung.

IT-Abteilungen verändern sich

Schon jetzt führt die weitgehend automatisierte Automobil-Produktion zu menschenleeren Fertigungshallen. Und wenn die Cloud-basierte IT-Infrastruktur schon „aus der Steckdose“ kommt, warum ist dann im IT-Anwendungsbetrieb noch so viel manuell? Warum haben wir noch eine Vielzahl von Menschen, die nur die Software-Anwendungen am Laufen halten, auf Dashboards starren, und die immer gleichen Standardtätigkeiten durchführen, die längst Computer übernehmen könnten?

Vielleicht ist bis dato der Wille zur Automatisierung nicht groß genug gewesen, aber spätestens mit dem rapiden Wachstum von Cloud- und IoT-Technologie sowie durch die Notwendigkeit, unter dem Druck der Digital Transformation Anwendungen vielfach schneller und häufiger zu veröffentlichen, steigt auch die Komplexität der IT-Anwendungen in Dimensionen, die Menschen gar nicht mehr ohne künstliche Intelligenz überblicken und managen können.

Klassischer IT-Betrieb wird in zwei Teile gespalten

Deshalb zeichnet sich für mich klar die Vision ab, dass sich der klassische Betrieb drastisch verändert und in zwei Teile gespalten wird:

  1. Der Infrastruktur-Teil des IT-Betriebs wird entweder komplett in die Public Cloud verlagert oder man baut eine private PaaS-Cloud auf, die Automatisierungsschnittstellen bietet.
  2. Der andere Teil des IT-Betriebs, der Anwendungsbetrieb wie wir ihn heute noch kennen, wird für moderne Softwareanwendungen komplett wegfallen.

Klar, dass wir für Legacy-Anwendungen Übergangsphasen brauchen, aber alle modernen Anwendungen und Neuentwicklungen werden mit Orchestrierung und Selbstheilung ausgestattet. Das bedeutet auch, dass Betriebsverantwortung in die F&E Abteilung übergeht, denn diese ist für die passende Softwarearchitektur zur Orchestrierung und Selbstheilung verantwortlich. Die Konsequenz daraus ist, dass die Softwareentwicklungsteams weiter wachsen werden und sich DevOps- oder besser noch NoOps-Methoden zueigen machen.

Autohersteller werden zu Softwarefirmen

Damit verwandeln sich selbst alteingesessene Automobilhersteller immer stärker zu Software-Unternehmen. Dabei verschiebt sich die Verantwortung für den Anwendungsbetrieb durch moderne DevOps-Konzepte zunehmend in die Entwicklungsabteilung. Die Trennung von Anwendungs- und Strukturebene führt zu weiteren organisatorischen und technischen Veränderungen in den Automobilunternehmen.

Quelle: BMW

Wir erleben im Augenblick, wie immer schneller neue Dienstleistungen und Services im Auto eingeführt werden. Sie eröffnen völlig neue Informationswelten und schnellere Serviceleistungen. Voraussetzung für eine hohe Akzeptanz und Nutzung beim Enduser ist dabei aber die Hochskalierbarkeit und die damit einhergehende Anwenderzufriedenheit. Auch bei großer Marktdurchdringung müssen die Services dynamisch und trotzdem extrem performant und zuverlässig sein. Dies gilt für die Kommunikation mit Werkstätten oder Ladeinfrastrukturen für die zukünftigen E-Autos ebenso wie für persönliche Diensten für den jeweiligen Fahrer, die per Internet zur Verfügung stehen.

Eine Digital Performance Management-Plattform unterstützt Hersteller dabei, ihren Kunden höchste Performance zu bieten, Services zu beschleunigen, kürzere Release-Zyklen zu realisieren und die IT-Prozesse zu automatisieren. Zum Beispiel unterstützen wir die BMW Group mit unserer Digital Performance Management-Plattform, um die Leistungsfähigkeit von BMW ConnectedDrive Services und Apps weiter zu optimieren. Zudem machen wir die Lösungen fit für stark steigende Anwenderzahlen und die wachsenden Erwartungen der Nutzer. Optimierte Performance verkürzt beispielsweise die Downloadzeiten von Services, so dass sich umfangreichere Dienste anbieten lassen. Nur damit sind Automobilhersteller auch in Zukunft erfolgreich.

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