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Public Cloud: Sie bleibt der wesentliche Bestandteil der digitalen Transformation

Die Public Cloud ist eines der wichtigsten Vehikel im Rahmen der Digitalen Transformation. Nur mit dem Einsatz dynamisch agierender und global skalierbaren Infrastrukturen können Unternehmen ihre IT-Strategien an die sich ständig verändernden Marktbegebenheiten anpassen und die Unternehmensstrategie damit von technischer Seite agil unterstützen. Denn für IT-Abteilungen geht es heute um viel mehr als nur um den Erhalt des Status Quo. Die IT muss sich als strategischer Partner und Business Enabler positionieren und auf die individuellen Bedürfnisse der Fachabteilungen eingehen können. Das Ziel muss darin bestehen, dem Unternehmen auf Basis digitaler Technologien einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Public Cloud-Infrastrukturen unterstützten dabei, das von den IT-Abteilungen ausgehende proaktive Handeln zu fördern.

Die Digitale Transformation hat die Welt fest im Griff. Was sich seit Beginn der 80er Jahre schleichend weiterentwickelt, erreicht heute seinen ersten Höhepunkt und bringt Unternehmenslenker und IT-Entscheider in Erklärungsnöte. Unternehmen sind angehalten, ihre Geschäftsmodelle und alle dazugehörigen Prozesse neu auszurichten und im Rahmen ihrer IT-Strategie die individuelle digitale Agenda voranzutreiben.

Public Cloud-Umgebungen bieten die idealen Voraussetzungen, um die Digitalisierungsstrategien von Unternehmen jeder Größe zu unterstützen. Startups haben den Vorteil, dort auf der grünen Wiese zu starten, da sie keine Legacy-IT zu berücksichtigen haben. Sie können dort langsam wachsen, ohne von Beginn an massiv in IT-Ressourcen zu investieren.

Renommierte Unternehmen benötigen im Rahmen ihrer digitalen Evolution insbesondere eines: Geschwindigkeit, um mit den sich schnell verändernden Marktbedingungen mithalten zu können. Eine Idee zu haben, ist nur der Anfang. Meistens scheitert der schnelle Go-to-Market jedoch an der technischen Umsetzung auf Grund von nicht schnell genug zur Verfügung stehenden IT-Ressourcen sowie dem Mangel an modernen Tools und Services, die bei der Entwicklung maßgeblich unterstützen können.

Digital-Infrastructure

Digital-Infrastructure ist die Basis

Unter denjenigen Unternehmen, die ein aktiver Teil der digitalen Evolution sein wollen, nehmen Cloud-Plattformen und -Infrastrukturen einen zentralen Platz innerhalb der IT-Strategie ein, um die Digitalisierungsanstrengungen zu unterstützen. So zeigt sich, dass Infrastructure-as-a-Service (IaaS) mit 63 Prozent und Platform-as-a-Service (PaaS) mit 70 Prozent weit oben auf der kurz- und mittelfristigen Agenda der CIOs stehen und als grundlegende Basis für die Entwicklung und den Betrieb neuer Applikationen eingesetzt werden. Weitere 65 Prozent treiben zudem gezielt die Themen Software-Defined Network (SDN) sowie Data Center Automation kurz- und mittelfristig voran, um auf der Infrastrukturebene für mehr Flexibilität zu sorgen.

Diese Form der Flexibilität versprechen sich Unternehmen insbesondere von IaaS, welches von 82 Prozent der IT-Entscheider (vgl. Studie: „Digital Business Readiness“) als ein charakteristisches Merkmal einer Next-Generation IT-Infrastruktur eingeordnet wird. Das aus einem naheliegenden Grund: Der durch die eigenen Fachabteilungen ausgeübte Druck und die Nachfrage nach mehr Flexibilität und kurzem Time-to-Market neuer Applikationen wird stetig größer.

CIOs sind somit gut beraten, sich konsequent auf den Einsatz von Public Cloud-Infrastrukturen zu konzentrieren, mit denen sie die Grundvoraussetzungen für das digitale Unternehmen schaffen und ihren Fachabteilungen die notwendigen Enablement-Plattformen bereitstellen. Als Teil der Digitalisierungsstrategie rücken Public Cloud-Infrastrukturen immer mehr in den Vordergrund. Sie bieten die ideale Grundlage für einen unkomplizierten Zugriff auf IT-Ressourcen, ermöglichen der sogenannten „Old Economy“ agiles Handeln und präsentieren sich immer häufiger als die Brutstätte neuer und zum Teil disruptiver Geschäftsmodelle.

Digital Business: Nicht ohne (m)eine Public Cloud

In den vergangenen Dekaden haben IT-Abteilungen eine Vielzahl an IT-Systemen entwickelt, eingeführt, aktualisiert und abgelöst. Sie haben sich damit als Instandhalter für den IT-Maschinenraum positioniert. Im digitalen Zeitalter ist die IT-Abteilung jedoch gefordert darüber hinaus einen maßgeblichen Beitrag zum Produkt zu leisten und bei dessen Entwicklung, Verbesserung sowie der Prozessoptimierung zu unterstützen. Mit dem reinen Aufbau und Betrieb der IT-Umgebungen und -Infrastrukturen schaffen CIOs für ihr Unternehmen jedoch keinen direkten Mehrwert. In diesem Fall sind sie lediglich die unterstützende Kraft im Hintergrund ohne Einfluss auf das Geschäftsmodell respektive den Geschäftserfolg zu haben.

Für die IT-Abteilung geht es also mittlerweile um viel mehr als nur den Status Quo zu erhalten. Die IT muss sich als strategischer Partner und Business Enabler verstehen und eng mit den unterschiedlichen Fachabteilungen zusammenarbeiten, um zu helfen, einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Public Cloud-Infrastrukturen unterstützten IT-Abteilungen dabei, das von ihnen geforderte Enablement zu liefern und damit die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens zu steigern. CIOs bieten ihren internen Kunden damit:

  • Ständigen Zugriff auf State-of-the-Art Technologien
  • Höherwertige Services, mit denen sich neue digitale Produkte effizienter entwickeln lassen
  • Kostengünstiges Ausprobieren und die Entwicklung von PoCs
  • Verbesserung der Customer Experience mit neuen „Customer-Facing“ Lösungen, um die Kundenbeziehung zu stärken
  • Eine engere Verzahnung ganzer Prozess- und Lieferketten innerhalb des Unternehmens sowie mit Partnern und Lieferanten.

Im digitalen Zeitalter dreht sich allerdings alles um Produkte und Services, die einmal entwickelt werden und sich anschließend einer unbegrenzten Anzahl von Kunden bereitstellen lassen. Somit wird nicht mehr nur eine ausgewählte Anzahl an Kunden adressiert. Stattdessen ist der zu erwartende Kundenstrom nicht vollständig abzusehen. Insbesondere das virale Marketing sollte in der heutigen Zeit nicht unterschätzt werden und hat schon so manche Unternehmensinfrastruktur in die Knie gezwungen. Moderne IT-Infrastrukturen müssen auf solche Situationen vorbereitet sein und entsprechend in der Lage sein, darauf elastisch zu reagieren.

Allerdings konzentrieren sich heute nur noch die wenigsten Unternehmen ausschließlich auf ihren lokalen Markt. Getrieben durch die Globalisierung, die mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft ihren Höhepunkt erreicht, muss Skalierbarkeit damit ebenfalls aus einem globalen Blickwinkel betrachtet werden. Public Cloud-Anbieter ermöglichen ihren Kunden einen elastischen Betrieb der Infrastruktur und unterstützen bei der IT-organisatorischen Expansion durch:

  • Flexiblen Zugriff auf Ressourcen ohne Grenzen
  • Elastizität der genutzten Infrastruktur-Ressourcen nach Bedarf
  • Überwinden der technischen Herausforderungen wie dem Vermeiden einer hohen Latenz
  • Erfüllung der rechtlichen Rahmenbedingungen im jeweiligen Zielmarkt
  • Reduzierung von Kosten und Investitionen
  • Weltweite Erreichbarkeit der Kunden

Was in der digitalen Ökonomie jedoch weiterhin als ein zentraler Einflussfaktor unterschätzt wird, ist der Kunde. Aufgrund einer mittlerweile kaum noch überschaubaren Anzahl von Cloud-Services und digitalen Produkten, befindet er sich in der komfortablen Situation, die für ihn beste Lösung auszuwählen. Der Kunde treibt Unternehmen damit vor sich her und setzt diese mit Erwartungen an eine bessere User Experience einem ständigen Erfolgsdruck aus.

Dieselbe Erwartungshaltung tragen die internen Kunden in die Unternehmen hinein, mit der sie die eigene IT-Abteilung herausfordern. Deren historisch gewachsene Strukturen (lange Entscheidungswege und Einkaufsprozesse, etc.) sind meistens zu langsam und mit dem Fortschritt und den neuen Anforderungen der eigenen Kollegen überfordert. Die Folge ist eine Schatten-IT, bei der Mitarbeiter, unkontrolliert von der IT-Abteilung, Cloud Services einsetzen und externe Infrastrukturen aufzubauen, um ihre Geschäftsprozesse eigenständig abzubilden. Egal ob interne oder externe Kunden, der Druck wächst unaufhörlich. Public Cloud-Infrastrukturen ermöglichen es IT-Abteilungen diesem Trend proaktiv entgegenzuwirken. Hierzu bieten diese:

  • Schnelleren Zugriff auf benötigte Ressourcen bei Bedarf
  • Erhöhung der Produktivität und Geschwindigkeit während der Planung und Durchführung von Projekten
  • Schnelleren Go-to-Market
  • Hohe Reaktionsgeschwindigkeit auf Markt- bzw. Kundenanforderungen
  • Erhöhung der Releasezyklen (Continuous Development and Deployment)

Public Cloud in der Praxis: „Quick Wins“ & Empfehlungen

Für Unternehmen, die nach einem schnellen Erfolgserlebnis in der Public Cloud suchen, haben sich in den letzten Jahren die drei folgenden Workloads herauskristallisiert:
Test- und Entwicklungsumgebungen: Public Cloud-Infrastrukturen erlauben den unkomplizierten Aufbau von Test- und Entwicklungsumgebungen in kurzer Zeit. Die dafür notwendigen Ressourcen lassen sich innerhalb von wenigen Minuten bereitstellen und direkt einsetzen. Ein Vorteil besteht in der einfachen Replizierbarkeit echter Anwendungsfälle innerhalb einer entsprechenden Umgebung, um damit zeitnah auf Probleme reagieren zu können. Zudem lassen sich anhand von „Snaphots“ Klone der jeweiligen Infrastruktur-Umgebungen erzeugen, um diese entweder direkt in eine Produktionsumgebung zu übernehmen oder als eine Blaupause für zukünftige Projekte zu verwenden.

Backup- und Disaster Recovery: Public Cloud-Infrastrukturen sind ideale Kandidaten für den Aufbau von Backup- und Disaster Recovery Strategien. Unternehmen erhalten hierüber die Möglichkeit flexible Standby-Umgebungen zu implementieren, die innerhalb kurzer Zeit ein automatisches Failover ermöglichen und für einen reibungslosen Betrieb im Katastrophenfall sorgen. Große Unternehmen können somit auf ein eigenes Backup-Rechenzentrum verzichten und ihr Investitionsbudget effektiver einsetzen. Kleine- und Mittelständische Unternehmen kommen damit überhaupt erst in den Genuss ernsthafte Backup- und Disaster Recovery-Strategien zu verfolgen.

Webseiten und eCommerce-Lösungen: Für Betreiber von hochfrequentierten Webseiten und eCommerce-Lösungen, wie Webshops, ist die zugrundeliegende Infrastruktur zu einem geschäftskritischen Asset geworden. Ein Ausfall von nur wenigen Minuten oder eine schlechte Reaktionszeit der Webseite führen zu einem Umsatzverlust von mehreren Tausend Euro pro Minute oder Stunde – je nach Größe und Frequenz des Webshops. Public Cloud-Infrastrukturen halten einem Besucheransturm stand und bieten die erforderliche Performance für eine State-of-the-Art User Experience. Skalierbarkeit und Stabilität gehören zu den Grundprinzipien einer Cloud-Infrastruktur und ermöglichen es Unternehmen ihre Webseiten und eCommerce-Lösungen reibungslos zu betreiben.

Trotz ihrer vielversprechenden Möglichkeiten sind die meisten Public Cloud-Infrastrukturen komplex. Das gilt sowohl für den Aufbau, den Betrieb als auch der Administration der virtuellen Infrastruktur und beeinflusst die Entwicklung und Wartung von Web-Applikationen und Backend-Services gleichermaßen. Die Komplexität versteckt sich dabei in der Architektur der Applikation. Es liegt im Verantwortungsbereich des Kunden, dass eine Applikation selbst dafür sorgt, dass die Cloud-Infrastruktur bei Bedarf skaliert wird. Im Kontext ihrer Public Cloud-Strategie sollten CIOs daher insbesondere folgende Themen berücksichtigen:

  • „Low Hanging Fruits“: Starten Sie mit naheliegenden Anwendungsszenarien. Test- und Entwicklungsumgebungen sind dafür die idealen Kandidaten. Sie eignen sich hervorragend zum Ausprobieren und Verstehen der jeweiligen Public Cloud-Infrastruktur und führen schnell zu sichtbaren Erfolgen. Anschließend können Schritt für Schritt weitere Applikationen und Services migriert werden.
  • Kapazitätsplanung und globale Skalierbarkeit: Vor dem Einsatz einer Public Cloud-Infrastruktur stellt sich die grundlegende Frage, wie und für welchen Zweck die Umgebung eingesetzt werden soll. In diesem Zusammenhang spielt die Kapazitätsplanung eine entscheidende Rolle. CIOs und Infrastrukturmanager werden den Großteil ihrer Applikationen und Workloads kennen und können dadurch gut einschätzen, wie skalierbar die Infrastruktur, hinsichtlich Performance und Verfügbarkeit, sein muss. Sie müssen Skalierbarkeit jedoch auch aus einem globalen Blickwinkel betrachten. Konzentriert sich das Unternehmen vorwiegend auf einen spezifischen Markt, reicht ein lokaler Anbieter mit einem Rechenzentrum in diesem Markt aus, um die Kunden zu bedienen. Soll mittelfristig in andere Märkte expandiert werden, müssen die Vorausetzungen geprüft werden, ob ein Anbieter mit seinen bestehenden Rechenzentren diese Märkte in Bezug auf technische Herausforderungen und rechtliche Rahmenbedingungen bedienen kann.
  • Developer Skills: „Infrastructure as Code“ Public Cloud-Infrastrukturen werden überwiegend anhand von APIs gesteuert und programmatisch aufgebaut und gesteuert. Für ihre bestehende IT-Mannschaft, insbesondere den Administratoren, bedeutet dies Programmierkenntnisse aufzubauen oder weiterzuentwickeln. Zwar lassen sich Public Cloud-Infrastrukturen mittlerweile auch bequem über WYSIWYG-Editoren (What you see is what you get) administrieren. Für einen hohen Automatisierungsgrad haben jedoch Skript- und Programmiersprachen eine hohe Verbreitung gefunden, anhand derer sich der Programmcode in Applikationen integrieren lässt, um darüber die Infrastruktur direkt zu steuern und die spezifischen Eigenschaften der Applikation zu berücksichtigen.
  • DevOps: Mit dem Ziel einer Continuous Delivery, eine der grundlegenden Fähigkeiten eines erfolgreichen Unternehmens der digitalen Ökonomie, ist die schnelle Adaption neuer Technologien und Features. Nur wenn ihr Unternehmen in der Lage ist Anwendungen in kurzer Zeit, um neue Funktionen und Services zu erweitern (Continuous Delivery), wird es langfristig wettbewerbsfähig bleiben. Public Cloud-Infrastrukturen bieten hierfür die idealen technischen Voraussetzungen. Mit dem DevOps-Ansatz verzahnen Sie die früher strikt getrennten Bereiche „Development“ und „Operations“ und legen damit Grundlage für die notwendige Geschwindigkeit auf organisatorischer Ebene. Automation-Tools wie Puppet, Chef, Ansible oder Salt helfen bei der technischen Umsetzung.

Zur Unterstützung ihrer Planungs- und Strukturierungsaktivitäten auf Infrastrukturebene empfiehlt Crisp Research IT-Entscheidungsträgern zudem, eine „Digital Infrastructure Platform (DIP)“ zu entwickeln. Diese repräsentiert den technischen Bauplan einer individuellen Digitalisierungsstrategie für den Aufbau und das Design ihres „Digital Enterprise“. Auf Infrastrukturebene behalten sie damit den Überblick über die wichtigsten Akteure ihrer Infrastrukturstrategie und entwerfen den individuellen Bauplan ihres digitalen Unternehmens.

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