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Datenschutz: Personaler haben Angst vor der Cloud

Die Digitalisierung der Wirtschaft stellt das Personalmanagement vor große Herausforderungen: Die Mehrzahl der Personaler hat große Bedenken, digitale Personaldaten in die Cloud zu geben. Sie glauben nicht, dass sie ihre Daten wirklich sichern können.

 

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82 Prozent der Personalmanager haben Bedenken in Sachen Cloud. Das ergab eine Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum und der Bitkom Servicegesellschaft zum Datenschutz im Personalmanagement.

„Je digitaler die Daten im Personalmanagement werden, umso mehr rückt der Datenschutz auf die Agenda der Personalbereiche. Die meisten Unternehmen wollen hier etwas tun, einige kämpfen noch mit ihrem Know-how auf diesem komplizierten Feld, das IT-, Personal-, und Rechtswissen erfordert“, sagt Horst-Dieter Bruhn, Berater bei Kienbaum und einer der Leiter der Studie. Ein weiteres Studienergebnis: 79 Prozent der Befragten ist wichtig, die eigenen Prozesse vor dem Hintergrund digitaler Technologien zu optimieren. Um die Anforderungen an den Datenschutz zu erfüllen, müssen notwendige Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter entwickelt werden, sagen 57 Prozent der Personalmanager.

Die Mehrheit der befragten Firmen arbeiten an ihrer strategischen Ausrichtung für die Digitalisierung: Bisher verfolgen 70 Prozent der befragten Organisationen eine Digitalisierungsstrategie, wobei große Unternehmen gegenüber kleineren einen Vorsprung haben. Bei den Personalabteilungen sind es 63 Prozent, die Digitalisierungsstrategien entwickeln oder bereits implementiert haben.

Versäumnisse im Datenschutz werden zunehmend als bedrohlich empfunden

Nur wenige Personaler glauben daran, dass sie ihre Daten wirklich sichern können. Diese pessimistische Einstellung gegenüber dem Datenschutz basiert bei 78 Prozent der Befragten auf einer allgemeinen persönlichen Haltung. Zwei von drei Teilnehmern geben an, aus eigenen Erfahrungen ein ausgeprägtes Risikobewusstsein zu haben. Daher ist das Bedrohungsszenario bei Fehlern im Datenschutz gestiegen: Neun von zehn Personalmanagern befürchten negative Auswirkungen auf ihre Arbeitgeber- und Unternehmensmarke aufgrund von Datenschutz-Verstößen innerhalb des Personalmanagements. Bei 84 Prozent der Beschäftigten besteht die Angst vor Akzeptanzverlusten der Personalabteilung und 86 Prozent befürchten ein negatives Kunden-Image durch das Bekanntwerden von Versäumnissen im Datenschutz.

Große Zurückhaltung gegenüber Cloud-Lösungen

Personalabteilungen stehen der Datenwolke reserviert gegenüber: Nur die Hälfte der Unternehmen nutzen die Cloud zur Unterstützung eigener Personalprozesse, 40 Prozent der Personalabteilungen lehnen sie aus Angst vor Datenverlust ab. Insbesondere den Datenschutz digitaler Personalakten und Gehaltsabrechnungen in der Datenwolke bewerten die Befragten als kritisch.

Datenschutzrechtliche Bedenken im Rahmen der Personalgewinnung sind hingegen deutlich geringer: Die aktive Datenbeschaffung zu potenziellen Bewerbern über soziale Netzwerke sehen 58 Prozent der Personalverantwortlichen als ungefährlich an. „An aktivem Sourcing als zentraler Strategie der Personalgewinnung kommt nahezu kein Unternehmen mehr vorbei. So wird durch zunehmende Digitalisierung das Internet als Datenquelle und die mögliche Verknüpfung personenbezogener Daten im Personalmanagement immer mehr an Bedeutung gewinnen“, sagt Bruhn.

HR4Nachhaltigkeit vieler Qualifizierungsangebote ist mangelhaft

Die Qualifikationen in Datenschutzfragen werden auf nahezu allen Ebenen als schlecht bewertet: Drei Viertel der Befragten erkennen starke Weiterbildungsdefizite im Personalmanagement, jeder Zweite sieht für sich selbst starken Nachholbedarf von Datenschutzkenntnissen. An gesetzlich verpflichtenden Weiterbildungen haben bereits 84 Prozent der Befragten teilgenommen – eine nachhaltige Handlungssicherheit ist jedoch nur bei 45 Prozent der Personen eingetreten. So ist sich nur jeder vierte Personalmanager sicher den Anforderungen des Datenschutzes immer zu entsprechen.

 

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