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Telekom und SAP: Lieferketten im IoT in Echtzeit überwachen

Bildquelle: Pixabay

Telekom und SAP präsentieren auf der Hannover Messe 2018 gemeinsam eine IoT-Lösung für die Logistik: Nicht nur die Positionen von Fahrzeug- und Trailerflotten lassen sich darüber weltweit überwachen, sondern auch die Bewegungen und Transportzustände einzelner Container oder Warenpakete. Mit dieser IoT-Lösung sollen Kunden die Informationen auch direkt in SAP-Applikationen sowie weitere SAP-Systeme integrieren können. Lieferketten und Wertschöpfungsnetzwerke seien so auch firmenübergreifend abbildbar.

SAP, Telekom und ihre Großkundensparte T-Systems kombinieren für die neue IoT-Lösung Hardware, Konnektivität, Sicherheit, Überwachungs- und operative Services zu einem Gesamtpaket. Als Datentreuhänder sammle die Deutsche Telekom die IoT-Daten und integriere sie sicher in Applikationen wie SAP Vehicle Insights, SAP Global Track and Trace oder SAP Connected Goods.

Mehr Transparenz im Flottenmanagement dank Internet der Dinge

Die durchgängige Transparenz erlaube es SAP-Anwendern beispielsweise, Flotten- und Frachtbewegungen aufeinander abzustimmen, den Zustand von Waren zu dokumentieren und die Supply Chain mit Partnern auf Basis von Live-Daten zu optimieren.

Möglich machen das die IoT-Geräte des Telekom-Partners Roambee, die per GPS den Standort bestimmen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen oder auch Erschütterungen registrieren und melden. Diese sogenannten BeeFleets lassen sich direkt in Fahrzeugen als Tracking-Lösung über die Diagnoseschnittstelle OBD II betreiben. So werden etwa Fahrzeugstandorte identifiziert, Fahrtrouten verbessert oder Benzinverbrauche von Fahrzeugflotten optimiert.

Bees liefern Informationen

Das Bee-Devices: Es ist 130 x 80 x 25 mm groß und wiegt ca. 170 Gr. Quelle: T-Systems

Um Trailer und Container zu verfolgen und zu überwachen, bieten sich die Bees von Roambee an. Die handlichen Geräte lassen sich magnetisch befestigen oder auch Lieferungen beilegen. Zugleich arbeite die Bee als Gateway mit den ergänzenden BeeBeacons zusammen: Die BeeBeacons seien besonders klein und kompakt und können so leicht an einzelnen Gegenständen wie Fässern, Paketen oder Paletten befestigt werden. Via Bluetooth Low Energy senden die IoT-Geräte ihre Daten an die Bee: So werden etwa Transportlisten automatisch erstellt, Be- und Entladevorgänge dokumentiert oder die interne Lagerhaltung optimiert.
Automobilhersteller, Produktionsbetriebe, Lagerhäuser oder Zulieferer könnten mit der neuen IoT-Lösung ihre Logistikketten durchgängig abbilden und Prozesse mit dem SAP-System verzahnen. Kunden haben die Möglichkeit, den gesamten Service je nach Gerätemenge zu monatlichen Festpreisen zu mieten: So kosten beispielsweise 500 BeeFleets pro Stück 19,75 Euro. Die gleiche Menge an Bees beziehen Kunden ab 21,22 Euro pro Gerät. BeeBeacons stehen ab 5.000 Einheiten zum Einzelpreis von 1,76 Euro bereit. Je nach Anwendung variiert der Preis für die BeeBeacons, da sie entweder mit Sensoren für Licht oder Luftfeuchtigkeit und Temperatur ausgestattet sind.

SAP und Telekom: Zusammenarbeit im Bereich IoT

Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona hatten SAP und die Deutsche Telekom Ende Februar ihre Kooperation im Bereich IoT angekündigt. Die jetzt realisierten Produkte mit Geräten von Roambee sind das erste Ergebnis der Zusammenarbeit.

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