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Mehrheit der Unternehmen hat bereits eine Cyberattacke erlebt

Zwei von drei Unternehmen waren schon einmal Opfer von Cyberattacken. Ein Drittel berichtet sogar, dass sie bereits mehrfach angegriffen wurden. Die große Mehrheit hat inzwischen Vorkehrungen getroffen.

Quelle: Horváth & Partners

Dies sind Ergebnisse der Studie Digital Value 2019, für die im Auftrag von Horváth & Partners 300 Führungskräfte in der DACH-Region befragt wurden. „Mit dem digitalen Fortschritt entstehen neue Risiken. Die umfassende Vernetzung und weit verzweigte Datenströme sorgen nicht nur für mehr Effizienz und Schnelligkeit, sondern bieten Angriffsflächen für Cyberkriminelle“, sagt Rainer Zierhofer, Partner bei Horváth & Partners und Leiter des Beratungsbereichs IT Management & Transformation.

Überdurchschnittlich häufig sind Hackerangriffe in den Branchen Medien, Telekommunikation, Chemie, Öl und Pharma, wie die Studie zeigt. 74 Prozent der Medien- und Telekommunikationsunternehmen sowie 70 Prozent der Chemie-, Öl- und Pharmafirmen wurden schon einmal attackiert. „Die Bedrohung ist nicht zu leugnen. Entscheidungsträger, die untätig bleiben und daraufsetzen, dass ihr Unternehmen schon von Hackern verschont bleiben wird, handeln fahrlässig“, sagt Zierhofer.

Autobranche sichert sich besonders gut ab

Wie teuer ein Angriff die Firma zu stehen kommt, hängt davon ab, wie gut die Abwehrmechanismen greifen. 84 Prozent der Unternehmen haben Vorkehrungen gegen Cyberangriffe getroffen. Vorreiter sind hier die Automobil- und Finanzbranche. Im Automobilbereich sind es 97 Prozent der Firmen, die sich gegen solche Attacken wappnen, in der Finanzbranche 90 Prozent.

Ein Viertel der Medienunternehmen ungeschützt

Auffällig sei, dass ausgerechnet die Branche, die besonders im Visier von Cyberkriminellen steht, die Schutzvorkehrungen noch vernachlässigt. So haben erst 74 Prozent der Unternehmen der Medien- und Telekommunikationsbranche Abwehrmaßnahmen ergriffen. Das sind zehn Prozentpunkte weniger als im Schnitt aller Firmen.

„Ein Viertel der Firmen hat noch keine Sicherheitssysteme implementiert, obwohl die Branche bereits ihre Erfahrungen mit Cyberkriminellen gemacht hat. Hier zeigt sich enormer Nachholbedarf. Diesen riskanten Kurs sollten die Firmenchefs nicht mehr lange weiterfahren“, sagt Zierhofer.

Unterdurchschnittlich verbreitet sind Schutzmaßnahmen auch in der Chemie- und Pharmabranche – hier treffen nur 78 Prozent der Firmen Sicherheitsvorkehrungen, obwohl immerhin 70 Prozent mindestens einmal Opfer eines Cyberangriffs wurden. Auch im Transport- und Logistikbereich wappnen sich nur 76 Prozent gegen Angriffe aus dem Netz. Diese Unternehmen wurden zwar bisher am seltensten angegriffen – doch selbst hier berichten 56 Prozent der Befragten, dass sie schon einmal Cyberattacken erlebt haben.

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