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Datensicherheit: Beim Onlinebanking ist das Vertrauen am größten

Insgesamt haben Deutsche wenig Vertrauen in die Datensicherheit auf Online-Plattformen. Trotzdem übernehmen die Nutzerinnen und Nutzer auch immer noch zu wenig Eigenverantwortung durch eigene Sicherheitsmaßnahmen. Das höchste Vertrauen mit rund 60 Prozent attestieren die Befragten mit Abstand Onlinebanking-Anbietern. Den Online-Services des Staates wie beispielsweise dem Online-Ausweis traut lediglich jeder Vierte zu, verantwortungsvoll mit den eigenen Daten umzugehen.

Laut einer Meinungsumfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. sind NutzerInnen auch bei Onlineshopping-Portalen skeptisch: Nur 16,8 Prozent glauben an einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Daten in Onlineshops. Am wenigsten vertrauen die Deutschen sozialen Netzwerken, hier sehen nur 3,3 Prozent ihre persönlichen Daten in guten Händen. Knapp jeder Dritte (30,8 Prozent) Befragte sagt, er schreibe keiner der angegebenen Plattformen einen verantwortungsvollen Umgang mit seinen Daten zu.

Verschiedene Passwörter und Anmeldedaten für mehr Datensicherheit

Obwohl das Vertrauen in vielen Bereichen gering ist, lassen viele Befragte die gebotenen Möglichkeiten, ihre Daten zu schützen, ungenutzt. Mit 57 Prozent nutzt zwar die Mehrheit der Deutschen unterschiedliche Passwörter und Anmeldedaten im Netz. „Viele Menschen verwenden jedoch immer noch die gleichen Zugangsdaten auf allen Plattformen und gefährden so ihre digitale Identität im Internet“, sagt Markus Schaffrin, Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservices und Sicherheitsexperte des eco.

Mit 32 Prozent der Befragten nutzt nur ein Drittel eine 2-Faktor-Authentifizierung, wenn die Plattformen es anbieten. „Dies ist einer der sichersten Wege, um die eigenen Daten zu schützen“, erklärt Schaffrin. Er appelliert an Nutzer und Unternehmen zugleich: „Wir brauchen ein höheres Bewusstsein für die Sicherheit der eigenen Identität im Internet. Die 2-Faktor-Authentifizierung flächendeckend auf den Plattformen zu etablieren, ist dafür eine notwendige Voraussetzung“. Viele Nutzer kennen oder verwenden die Sicherheitsmethode jedoch noch nicht, obwohl sich dadurch ein stärkeres Vertrauen in die eigene Datensicherheit entwickeln könnte.

2-Faktor-Authentifizierung vor allem bei Jüngeren beliebt

Jüngere Personen haben eine stärkere Akzeptanz der sicheren Datenschutzmaßnahmen. Unter den 18-29-Jährigen verwenden bereits 41,5 Prozent die 2-Faktor-Authentifizierung. Allerdings ergreift ein kleiner Teil aller Befragten (14,4 %) bisher noch gar keine Maßnahmen, um ihre Daten zu schützen. „Diese Nutzer sollten wir unbedingt für einen selbstbestimmten und sicheren Umgang mit ihrer digitalen Identität sensibilisieren“, schließt Schaffrin aus den Ergebnissen der eco-Umfrage.

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