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Pilotkundentransaktionen auf globaler Trade-Finance-Plattform Batavia verlaufen erfolgreich

Bildquelle: Pixabay

Auf der Trade-Finance-Plattform Batavia wurden die ersten Live-Pilottransaktionen mit Firmenkunden erfolgreich durchgeführt. Die weltweite Handelsfinanzierungsplattform basiert auf der Blockchain-Technologie und wurde gemeinsam von einem internationalen Konsortium bestehend aus der Bank of Montreal (BMO), der CaixaBank, der Commerzbank, der Erste Group, IBM und UBS entwickelt.

Die ersten Transaktionen beinhalteten:
•    den Verkauf von Autos aus Deutschland nach Spanien
•    den Verkauf von Rohmaterialien für die Möbelproduktion aus Österreich nach Spanien

Die Transaktionen seien ein wichtiger Schritt für die Etablierung von Batavia als offenes, auf der IBM-Blockchain-Plattform aufbauendes Ökosystem. Die Batavia-Plattform habe das Potenzial, das Kundenerlebnis signifikant zu verbessern, da sie es ermögliche, internationale Handelstransaktionen digital und automatisiert zu vereinbaren, abzusichern und zu finanzieren.

End-to-End-Transaktionsprozess

Die Pilottransaktionen wurden unter Berücksichtigung unterschiedlicher Transportwege, mehrerer Standorte und Handelspartnern in verschiedenen Größen durchgeführt.  Dies zeige, dass die skalierbare Plattform in der Lage ist, diverse Transaktionstypen abzuwickeln.

In einem nahtlosen (End-to-End) Transaktionsprozess decke Batavia sowohl den Abschluss von Handelsverträgen als auch die Durchführung von sogenannten Smart Payments ab:„intelligente Zahlungen“, die durch bestimmte Ereignisse in der Lieferkette wie das physische Eintreffen der Ware am Zielort automatisch ausgelöst und in der Blockchain erfasst werden.

Auf der Plattform könnten auch Track-and-Trace-Lösungen integriert werden, die eine Nachverfolgbarkeit von Produkten von der Herstellung bis zum Verbraucher über einen individuellen Code ermöglichen. Zudem sei es über Batavia möglich, Risikomanagementtools einzubeziehen, die zwischen Käufer und Verkäufer vereinbarte wichtige Ereignisse in den Lieferketten sowie Signale von IoT (Internet of Things)-Vorrichtungen berücksichtigen. Derartige Geräte können im Internet der Dinge selbstständig kommunizieren und Hinweise über Standort und Zustand der auf dem Transport befindlichen Waren senden. Diese und viele andere Funktionen von Batavia sollen die Handelsfinanzierungsplattform zu einer soliden Grundlage für ein zukünftiges offenes Trade-Finance-Ökosystem machen.

Transparente Finanzsysteme

„Die Komplexität der globalen Finanzsysteme macht es heute für Netzwerke von Institutionen wichtiger denn je, mit ihren Kunden zusammenzuarbeiten, um Handelsdaten effizient und sicher auszutauschen“, sagt Jason Kelley, IBM Blockchain Services. „Die Mitglieder von Batavia haben gezeigt, wie der Austausch von Daten zwischen den zugelassenen Netzwerkmitgliedern den grenzüberschreitenden Handel beschleunigen und neue Transparenz in Finanzsysteme bringen kann – in Echtzeit und in großem Maßstab“.

Aufbauend auf der erfolgreichen Entwicklung eines funktionsfähigen Produkts, das die Mindestanforderungen des Marktes erfüllt (Minimal Viable Product), und den ersten Pilottransaktionen mit Kunden, stehe das Batavia-Projekt vor einer neuen Phase. Der Fokus werde nun auf dem  Aufbau einer vollständig marktreifen Lösung und auf dem weiteren Ausbau des Netzwerks liegen. Dabei soll auch eine enge Zusammenarbeit mit Fintechs, Finanzunternehmen sowie mit anderen Trade Finance-Digitalisierungsinitiativen geprüft werden.

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