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Billiger, schneller und umweltfreundlicher

Für die Unterstützung von Logistikunternehmen bei der Optimierung ihres Betriebs wollte Daimler FleetBoard, die Betriebs- und Logistikdaten aus den Fahrzeugen der Fuhrparks besser mit den Geschäftsanwendungen der Kunden verknüpfen. Um zusätzliche Dienstleistungen bereitstellen zu können, benötigte man außerdem ein Verfahren, um die aktuellen Status-, Positions- und Auftragsdaten der einzelnen Nutzfahrzeuge jederzeit unterwegs einfach erfassen, übertragen und integrieren zu können. Deshalb realisierte das Unternehmen mithilfe von IBM-Technologie eine intelligente Lösung, die eine leistungsfähige IT-Anwendung in der Zentrale mit den mobilen Endgeräten in den Nutzfahrzeugen vereint.

Mithilfe der eigens entwickelten Fahrzeugkomponenten lassen sich via Satellitenortung jederzeit die Fahrzeugpositionen ermitteln, ein- und ausgeladene Packstücke für die elektronische Ladeliste einscannen und alles zusammen mit den aktuellen Betriebsdaten der Fahrzeuge über die Mobilfunknetze übertragen. fleetboard Functionality_deDas Unternehmen stattete seit Markteinführung der FleetBoard-Dienste über 100.000 Lkw bei mehr als 3.000 Speditionen aus. Im neuen Mercedes-Benz Actros-Lkw ist die Onboard-Einheit schon ab Werk eingebaut.

Vielfältige Auswertungen ermöglichen interessante Einblicke

Daimler FleetBoard bietet seinen Kunden zurzeit Dienstleistungen in drei wesentlichen Bereichen an: Fahrzeugmanagement für mehr Wirtschaftlichkeit bei der Fahrzeugnutzung, Transportmanagement für mehr Effizienz in den Logistikprozessen und Zeitwirtschaft für volle Transparenz der Fahrerzeiten. Bei kompletter Ausschöpfung des FleetBoard-Dienstleistungsangebots ergeben sich nach internen Berechnungen Einsparpotenziale von rund 9.100 Euro pro Fahrzeug und Jahr.

Für alle drei Bereiche fassen anschauliche Berichte jeweils die wichtigsten Informationen für die verschiedenen Funktionsträger zusammen. Der Executive Report liefert dem Unternehmer einen Gesamtüberblick der wichtigsten Daten und der Entwicklung der Flotte in den letzten drei Monaten. Der Flottenreport für den Fuhrparkleiter enthält neben der Wartungsplanung eine Rangliste der wirtschaftlichsten Fahrer und Fahrzeuge und liefert Anhaltspunkte zur Optimierung. Die vorausschauende Werkstattplanung der Fahrzeuge erfolgt über die FleetBoard Wartungsprognose. Sie übermittelt die Wartungsumfänge aus den Verschleiß- und Verbrauchsdaten rechtzeitig aus dem Fahrzeug heraus an die Werkstatt. Das ermöglicht gebündelte Wartungsarbeiten und eine optimierte Terminplanung mit minimalen Stillstandszeiten.

Fahrer gewinnen mit dem Fahrerreport einen Überblick über ihr Fahrverhalten. Auf Basis von Verbrauchs- und Verschleißangaben schlägt das System automatisch Maßnahmen vor, die zur Verbesserung der Fahrweise beitragen und so in den ersten drei Monaten der Nutzung Kraftstoff- und Wartungskosten sowie den CO2-Ausstoß von Nutzfahrzeugen durchschnittlich um nachgewiesene 7 Prozent reduzieren. Mittels FleetBoard Benchmark können sich Fahrer und Fuhrparkmanager auch mit den Besten des Wettbewerbs vergleichen, Verbesserungspotenziale identifizieren und die eigenen Aktivitäten optimieren.

Auf Wunsch führt Daimler FleetBoard sogar spezielle Fahrertrainings durch, um den wirtschaftlichen Umgang mit den Fahrzeugen zu trainieren. Im Fahrzeug unterstützen die selbst entwickelten, intelligenten Onboard-Einheiten den Fahrer mit einfach zu bedienender Technik und einer komfortablen Navigation. Per Mobilfunk lassen sich die Endgeräte auch auf den neuesten Softwarestand bringen, ohne dass dafür das Fahrzeug in die Werkstatt müsste. Das spart kostenintensive Stillstandzeiten.

 

Sammlung und Auswertung der Fahrzeugdaten in nahezu Echtzeit

 

Von Beginn an setzt Daimler FleetBoard für den Betrieb seines Telematikdienstes leistungsfähige IBM WebSphere Middleware ein. Entwicklung, Test und Qualitätssicherung der zentralen und mobilen Lösungsbausteine erfolgen mithilfe von IBM Rational Werkzeugen. Spezialisten der IBM Software Group unterstützten das Unternehmen bei der Implementierung und Schulung der Basissysteme. Für interne Reporting- und Analysezwecke verwendet Daimler FleetBoard IBM Cognos Business Intelligence.

Hochleistungsfähige Computersysteme im European Data Center von Daimler in Stuttgart gewährleisten durch ausfallsichere und redundante Komponenten die sichere Nonstop-Verarbeitung und Auswertung aller Daten im 7 x 24-Betrieb. Die Ergebnisse der Berechnungen stehen den Daimler FleetBoard-Kunden in Form aussagekräftiger Reports und Analysen via Internet passwortgeschützt zur Verfügung. Für die Integration der Fahrzeug- und Logistikdaten mit den zentralen Kundensystemen steht eine standardisierte SOAP-Schnittstelle zur Verfügung.

Dr. Lothar Burger, Manager IT Operations der Daimler FleetBoard GmbH, umreißt den regelmäßig übertragenen und zu verarbeitenden Datenumfang: „Wir erhalten pro Woche circa 15 Millionen Nachrichten von den angeschlossenen Fahrzeugen über Mobilfunk. Sie enthalten unterschiedlichste Informationen wie zum Beispiel Positions-, Zeit-, Touren- oder Ladungsdaten. Die Verarbeitung erfolgt praktisch in Echtzeit. So stehen unseren Kunden stets ganz aktuelle Informationen aus ihrem Fahrzeugpark zur Verfügung. Beispielsweise lassen sich jederzeit die Positionen aller Fahrzeuge direkt auf einer Landkarte anzeigen.“

Die Mitarbeiter der Kunden greifen mittels plattformunabhängiger Java-Programme von ihren PCs oder mobil mithilfe leistungsfähiger Apps von ihren Smartphones und Tablet Computern auf ihre Flotteninformationen zu. Damit lassen sich auch jederzeit kurzfristige Änderungen wie beispielsweise veränderte Touren oder Lieferadressen durchgeben.

Bei einem Unfall oder einer technischen Panne erfolgt ein Pannenruf. Dr. Christian Ballarin, Leiter Entwicklung und Operations, Daimler FleetBoard GmbH erläutert die Vorteile der detaillierten Datenübermittlung: „Besonders in den nicht so dicht bevölkerten Regionen wie Südafrika, Brasilien oder anderen Ländern hat sich der Pannenruf schon häufig bewährt. Denn die automatisch übermittelten aktuellen Betriebsdaten enthalten häufig Hinweise auf die Art des Defekts. So haben Techniker meistens bereits das richtige Ersatzteil dabei, wenn sie eintreffen. Das hat schon oft stundenlange Fahrten zwischen der Werkstatt und dem liegen gebliebenen Fahrzeug erspart.“

Laufende Weiterentwicklung garantiert die Zukunftsfähigkeit der Lösung

„Als Software-as-a-Service-Provider sind wir darauf angewiesen, unsere Lösungen ständig weiter zu entwickeln“, erklärt Dr. Christian Ballarin. „Deswegen sind zahlreiche Softwarespezialisten in unserem Haus mit der Verbesserung und Qualitätssicherung der Anwendungen beschäftigt. Alles in allem lässt sich sagen, dass die effektiven IBM Rational-Entwicklungs- und Testwerkzeuge sowie die äußerst stabil laufende IBM-Middleware auf unseren zentralen Servern einen wichtigen Anteil an unserem Erfolg haben. Mit dieser Technologiebasis sind wir auch für die Zukunft gut gerüstet, um die Wirtschaftlichkeit unserer Kunden laufend zu steigern und sie dabei zu unterstützen, im Tagesgeschäft fundierte Entscheidungen zu treffen.“

 

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