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Volkswagen und Nvidia wollen künstliche Intelligenz ins Auto von morgen bringen

Volkswagen I.D. Buzz. Quelle: VW

Volkswagen und Nvidia präsentierten zum  Start der diesjährigen Consumer Electronics Show CES in Las Vegas ihre Vision darüber, welchen Einfluss künstliche Intelligenz und ‚Deep Learning‘ auf die Entwicklung von neuen Fahrzeuggenerationen haben werden. Highlight war der neue I.D. Buzz – die Wiedergeburt des legendären Microbus als Elektrovan-Studie mit KI-Technologie für Cockpit und autonomes Fahren.

„Künstliche Intelligenz revolutioniert das Auto“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Marken Volkswagen, Dr. Herbert Diess. „Autonomes Fahren, emissionsfreie und digital vernetzte Mobilität sind ohne Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und Deep Learning nicht möglich.“

„Schon in wenigen Jahren wird jedes neue Fahrzeug über KI-Assistenten für Sprache und Gesten-, Gesichtserkennung oder Augmented Reality verfügen“, sagt Jensen Huang, Gründer und CEO von Nvidia.

Fokus auf Fähigkeiten eines intelligenten Co-Piloten

Ein mögliches Ergebnis des mit künstlicher Intelligenz beladenen I.D. Buzz könnten die Fähigkeiten eines intelligenten Co-Piloten sein, der Sensordaten sowohl vom Inneren des Autos als auch von dessen Umgebung für Komfort- sowie Assistenzsysteme verarbeitet. Diese Systeme könnten über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg durch Softwareaktualisierungen optimiert werden und sich im Zuge weiterer Entwicklungen beim autonomen Fahren neue Fähigkeiten aneignen. Dank Deep Learning könne das Auto der Zukunft lernen, sowohl Situationen präzise einzuschätzen als auch das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern zu analysieren, und werde so in der Lage sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Auf der Grundlage der „Nvidia Drive IX Intelligent Experience Platform“ können KI-Funktionen wie Gesichtserkennung zum Entriegeln des Fahrzeugs von außen, ein Warnsignal für Fahrräder, Gestenerkennung für Bedienelemente, natürliche Spracherkennung für eine einwandfreie Sprachsteuerung und Blickverfolgung für Warnungen bei Ablenkung des Fahrers möglich sein.

Volkswagens Weg zum autonomen Fahren

Der I.D. Buzz ist Bestandteil der I.D. Familie, mit der Volkswagen im Jahr 2020 seine Elektro-Offensive starten und das autonome Fahren schrittweise einführen will. Basis für diese neuen Modelle sei die neue und „konsequent auf die emissionsfreie und digitale Mobilität ausgerichtete Fahrzeugarchitektur MEB“. Die Modelle nutzen die Package-Vorteile des Elektroantriebs. Dank der flach im Fahrzeugboden integrierten Batterie und des kompakten Antriebs sollen sie einen großzügigen und variablen Innenraum bieten. Dazu seien bereits in der elektrischen Kompaktklasse neue Technologien verfügbar wie etwa das Bedienungskonzept mit Augmented Reality Head-Up Display.

Ebenso sollen die auf der MEB-Architektur basierenden Modelle vom Start ab die aktuellsten Assistenzsysteme bieten und für die jeweils verfügbaren Stufen des autonomen Fahrens vorbereitet sein. Die Elektroniksysteme der MEB-Architektur sollen ebenso Zug um Zug in den Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben, der Volkswagen MQB-Architektur, eingeführt werden.

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